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Wirtschaft Japan will Roboter zur Wachstumslokomotive machen
Nachrichten Wirtschaft Japan will Roboter zur Wachstumslokomotive machen
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12:25 02.12.2015
Japan will Roboter zur Wachstumslokomotive machen. Quelle: Franck Robichon
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Tokio

Die Hightech-Nation Japan will den Markt für Roboter massiv ausbauen. Diesem Ziel dient auch eine internationale Roboterausstellung, die am Mittwoch in Tokio für das allgemeine Publikum öffnete.

Unter dem Motto "Eine Zukunft mit Robotern schaffen" zeigen Hersteller aus dem In- und Ausland bis 5. Dezember auf dem Messegelände Tokyo Big Sight neue Technologien und Produkte rund um Roboter - von Industrierobotern bis hin zu Dienstleistungsrobotern.

Ziel der "International Robot Exhibition" (IREX) - der nach Veranstalterangaben größten Roboterausstellung der Welt - ist es, mit Hilfe von Robotern neue Industriemärkte zu schaffen.

Gastgeber Japan ist global führend im Bereich der Robotertechnologien. Ein Regierungsausschuss zur "Verwirklichung einer Roboter-Revolution" hatte zu Jahresbeginn einen Fünf-Jahresplan verabschiedet. Ziel ist es, den Markt für Industrieroboter bis 2020 auf 1,2 Billionen Yen (9,2 Milliarden Euro) zu verdoppeln. Der Markt für Dienstleistungsroboter soll im gleichen Zeitraum um das 20-Fache auf 1,2 Billionen Yen ausgeweitet werden. Japan solle zur weltweit führenden Nation bei der Anwendung von Robotern in der Gesellschaft werden, erklärte Ministerpräsident Shinzo Abe. Roboter sollten zu einer Wachstumslokomotive werden.

Im Pflegebereich, der einer der Schwerpunkte bei der Entwicklung von Robotern in Japan ist, kommen bereits erste Roboter in der Praxis zum Einsatz. Auf der IREX werden unter anderem ein Roboterbett oder auch "Muskelanzüge" vorgeführt, mit der sich alte Menschen oder Patienten ohne Kraftanstrengung transportieren lassen. Japan ist eine der am schnellsten alternden Gesellschaften der Welt. Schon heute leidet das fernöstliche Land in vielen Bereichen unter Arbeitskräftemangel. Statt auf Immigration setzt Japan verstärkt auf die Beteiligung von Frauen und alten Menschen am Wirtschaftsleben - und auf Roboter.

dpa

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