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Wirtschaft Irischer Branchenriese rettet Toys’R’us-Filialen
Nachrichten Wirtschaft Irischer Branchenriese rettet Toys’R’us-Filialen
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16:46 21.04.2018
ARCHIV - 13.04.2018, Hessen, Wiesbaden: "Toys R Us" steht über einer Wiesbadener Filiale des US-amerikanischen Spielwarenriesen. (zu dpa "Irischer Spielwarenhändler übernimmt Toys-R-Us-Läden in Deutschland" vom 21.04.2017) Foto: Arne Dedert/dpa +++ dpa-Bildfunk +++ Quelle: dpa
Köln

Für den beliebten US-Spielwarenhandel Toys’R’us sah es lange Zeit nicht gut aus – nun rettete ein irischer Konzern die insgesamt 93 Einkaufsmärkte in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Die Geschäfte einschließlich der Online-Shops werden vom irischen Branchenriesen Smyths Toys übernommen, wie die Landesgesellschaft für Toys’R’Us in Zentraleuropa mitteilte. Die Iren wollten alle Mitarbeiter und das Management in den Ländern, einschließlich der Hauptverwaltung in Köln, übernehmen.

Smyths Toys betreibt der Mitteilung zufolge bereits 110 Spielwarengeschäfte und Online-Shops in Irland sowie Großbritannien und werde mit der Übernahme zum größten Händler für Spielwaren und Babyartikel in Europa. Die Geschäftsführung betonte, man sei überzeugt, die eigene Marke in Kontinentaleuropa erfolgreich einführen zu können. Toys’R’Us sei in Deutschland, Österreich und der Schweiz profitabel und habe viele treue Kunden. „Dies ist ein guter Ausgangspunkt für unsere Expansion.“

Toys’R’us verlor zu viele Kunden an die Online-Konkurrenz

Der US-Konzern Toys’R’Us musste der zunehmenden Online-Konkurrenz Tribut zollen und war im vergangenen Herbst mit Milliardenschulden in die Pleite gerutscht. Länger wurde erfolglos ein Investor gesucht. Nun werden alle Filialen geschlossen oder verkauft, das 1948 gegründete Unternehmen mit zuletzt weltweit über 1000 Filialen und rund 64.000 Mitarbeitern verschwindet nach 70 Jahren vom Markt. Die Insolvenz ist eines der jüngsten Beispiele für den Niedergang des klassischen amerikanischen Einzelhandels. Käufer wandern in Scharen ins Netz ab - vor allem zum Online-Riesen Amazon.

Die Landesgesellschaft in Zentraleuropa hatte nach der Pleite der US-Mutter betont, man werde weiterhin allen Verpflichtungen und Verbindlichkeiten für Dienstleistungen und Warenlieferungen gegenüber Geschäftspartnern und Mitarbeitern nachkommen. Die Filialen und Online-Shops blieben geöffnet.

Von dpa/RND

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