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Wirtschaft Hedgefonds übernehmen Jack Wolfskin
Nachrichten Wirtschaft Hedgefonds übernehmen Jack Wolfskin
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14:58 06.07.2017
Die Expansion im Ausland hat Jack Wolfskin viel Geld gekostet – und wenig eingebracht. Quelle: dpa
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Idstein

Der Outdoor-Ausstatter Jack Wolfskin bekommt eine zweite Chance: Der bisherige Besitzer, der US-Investor Blackstone, gibt das Unternehmen an seine Gläubiger ab. Verschiedene Hedgefonds hatten dem in die Miesen geratenen Unternehmen Kredite gegeben. Diese wandeln die Investoren nun in Beteiligungen am Unternehmen um. Finanzexperten vermuten, dass die Investoren planen, Jack Wolfskin nach einigen Jahren mit Gewinn an einen Käufer aus der Textil- oder Sportbranche weiterreichen zu können.

Außerdem erlassen die neuen Besitzer dem Unternehmen einen Großteil seiner Schulden. Durch einen Schuldenschnitt reduzieren sich die Verbindlichkeiten von 365 Millionen Euro auf 110 Millionen Euro, wie der Hersteller von Outdoor-Bekleidung aus dem hessischen Idstein am Donnerstag mitteilte. Die Schulden müssen erst 2022 zurückgezahlt werden. Von den Gesellschaftern erhält Jack Wolfskin zudem ein Darlehen von 25 Millionen Euro.

Unternehmensleitung sieht sich gut aufgestellt

Jack Wolfskin hatte seit der Übernahme durch den Investor Blackstone 2011 auf eine massive Expansion im Ausland gesetzt und dadurch massiv Schulden angehäuft. Doch die Erfolge – vor allem in China – blieben aus.

„Mit der Stärkung unserer Liquidität und der signifikanten Reduzierung unserer Verbindlichkeiten und Zinsbelastung wurde die finanzielle Restrukturierung von Jack Wolfskin erfolgreich abgeschlossen“, sagte Vorstandschefin Melody Harris-Jensbach laut Mitteilung. Das Unternehmen verfüge nun über eine solide Basis und das erforderliche Kapital, um sein Geschäft weiter auszubauen. „Mit dem jetzt erzielten Abschluss der Restrukturierung sind wir gut dafür aufgestellt, das Unternehmen in den kommenden Jahren erfolgreich weiterzuentwickeln“, erklärte Bain Capital Credit im Namen der Hauptgesellschafter.

Von RND/dpa/ang

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