Menü
Dresdner Neueste Nachrichten | Ihre Zeitung aus Dresden
Anmelden
Wirtschaft Germania braucht Geld: Fluglinie Dresden-St. Petersburg eingestellt
Nachrichten Wirtschaft Germania braucht Geld: Fluglinie Dresden-St. Petersburg eingestellt
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
13:00 09.01.2019
Die Fluggesellschaft Germania steckt in einer Finanzkrise. Quelle: Uwe Zucchi/dpa
Berlin/Dresden

Die deutsche Fluggesellschaft Germania braucht dringend Geld. Die Finanzkrise des Unternehmens begründet sich in den neuen Herausforderungen der Luftfahrtbranche, wie der Konzern in einer aktuellen Pressemitteilung erklärt.

Demnach prüfe das Unternehmen derzeit die Optionen einer Finanzierung, „um den kurzfristigen Liquiditätsbedarf“ zu sichern. Beim Flugbetrieb allerdings gäbe es keine Einschränkungen.

Germania mit Sitz in Berlin ist eine der wichtigsten Airlines am Flughafen Dresden. Seit der Pleite der Air Berlin vor anderthalb Jahren bedient Germania mit bis zu drei stationierten Maschinen insbesondere Urlaubsziele. Am Montag war die Airline letztmalig auf der Linie DresdenSt. Petersburg unterwegs. Die Verbindung wurde aus wirtschaftlichen Gründen nach rund acht Monaten eingestellt.

Germania steckt in andauernder Finanzkrise

Steigende Kerosinpreise, hohe Entschädigungen für Verspätungen und zunehmender Konkurrenzdruck: Laut einem Bericht des Branchenportals „aeroTelegraph“ haben die Widrigkeiten der Branche Germania bereits im letzten Jahr sehr zu schaffen gemacht. Bis zum 27. Dezember brauchte die Fluggesellschaft demnach rund 20 Millionen Euro, um weiterfliegen zu können.

Die deutsche Fluggesellschaft hatte laut eigenen Angaben neben den branchenüblichen Problemen auch individuelle. Germania benennt sie wie folgt: „Verzögerung bei der Einflottung von Fluggerät“ und eine „außergewöhnlich hohe Anzahl technischer Serviceleistungen“. Das alles habe dafür gesorgt, dass die Finanzlücke aufklaffte, aus einer kurzfristigen finanziellen Notlage wurde eine andauernde.

Lesen Sie auch: 7 Dinge, die Flugbegleiter wirklich wahnsinnig machen

Sollte die Suche nach einem Geldgeber nicht glücken, erwägt Germania auch einen Verkauf von Teilen oder gar der gesamten Fluglinie, wie das Branchenportal berichtet. Allerdings sei auch die Suche nach neuen Aktionären bislang erfolglos gewesen.

Von RND/lf

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Die Weltwirtschaft wächst weiter, das Wachstum wird aber langsamer - die Weltbank reiht sich mit ihrer neuesten Prognose in die Vorhersagen vieler Volkswirte ein. Den großteils auf Pump finanzierten US-Boom Trumps entlarvt die Prognose als Strohfeuer.

09.01.2019

In Niedersachsen sind derzeit offenbar auffallend viele falsche 20-Euro-Scheine in Umlauf. Die Blüten waren zunächst bei Einzelhändlern aufgefallen. Inzwischen bestätigen sowohl die Volksbank als auch die Sparkasse diese Hinweise.

09.01.2019

Das iPhone ist für Apple kein Selbstläufer mehr: Nach der Umsatzwarnung kommt nun offenbar die Produktionskürzung des neuen iPhone. Apple-Chef Tim Cook konnte sich 2018 hingegen über ein deutlich höheres Gehalt freuen.

09.01.2019