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Nachrichten Wirtschaft Fahrplanwechsel: Mehr Anschlüsse und neue Züge bei der Bahn
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09:53 04.12.2018
Bahnpendler in Niedersachsen und Bremen können sich zum Fahrplanwechsel auf neue Züge und zusätzliche Verbindungen freuen. Quelle: Jan Woitas/dpa
Hannover

Zum Fahrplanwechsel am kommenden Sonntag können sich Bahnpendler in Niedersachsen und Bremen auf neue Züge und zusätzliche Verbindungen freuen. Vor allem abends und nachts gibt es häufiger Anschluss. Das Niedersachsenticket für Fahrten im Regionalverkehr gilt künftig ohne Aufpreis auch für Straßenbahn und Bus. Nach Jahrzehnten wieder per Bahn erreichbar wird ab dem Fahrplanwechsel Einbeck in Südniedersachsen. Einige Tickets werden allerdings auch teurer.

Neue Züge

Auf der IC-Strecke von der Ostseeküste über Hamburg, Lüneburg, Hannover und Göttingen nach Karlsruhe kommen neue ICE-Züge zum Einsatz. Die deutlich bequemeren ICE-T-Züge mit Bordbistro und kostenlosem WLAN ersetzten die in die Jahre gekommenen klassischen IC-Züge. Der Fahrplan im Zwei-Stunden-Takt bleibt unverändert. Da die Züge nun aber als ICE statt IC unterwegs sind, werden etliche Tickets teurer. Auch auf der Strecke von Hamburg über Bremen und Osnabrück Richtung Ruhrgebiet und Köln werden verstärkt ICE statt älterer IC-Züge eingesetzt.

Neue Direktverbindungen nach Hamburg

Der Metronom fährt künftig alle zwei Stunden ohne den bisher zwingenden Umstieg in Uelzen von Hannover nach Hamburg. Am Wochenende werden für Hamburg-Ausflügler zusätzliche Direktzüge ab Hannover einsetzt. Auch die von Hannover über Schwarmstedt und Soltau nach Buchholz fahrende Heidebahn wird am Wochenende bis Hamburg-Harburg verlängert. Die Regionalbahn von Lüneburg nach Hamburg pendelt künftig auch am Wochenende stündlich.

Zweimal stündlich zwischen den zwei größten Städten

Zwischen Hannover und Braunschweig fährt der Regionalexpress künftig halbstündlich statt wie bisher zumeist ein Mal pro Stunde. Auch Peine und Lehrte erhalten durch die Taktverdichtung ein weiter verbessertes Angebot im Nahverkehr.

Öfter abends

Auf fast allen Linien der Metronom-Bahn gibt es zusätzliche Fahrten abends und nachts. Zwischen Bremen und Hamburg gibt es sieben neue Fahrten zwischen Mitternacht und sechs Uhr morgens. Zwischen Hamburg und Uelzen gibt es 47 neue Züge am Wochenende, zwischen Hamburg und Lüneburg pendeln die Züge in den Nächten auf Samstag und auf Sonntag künftig durchgehend stündlich. Um mehr Service und Sicherheit zu bieten, sind sämtliche Metronom-Regionalzüge künftig mit zwei Mitarbeitern an Bord unterwegs.

Einbeck wieder am Netz

Nach einer Sanierung der rund 4,5 Kilometer langen Stichstrecke von Salzderhelden an der Hauptachse Hannover-Göttingen pendeln wieder Regionalzüge direkt nach Einbeck, in der Hauptverkehrszeit durchgehend ab Göttingen. Vor 34 Jahren fuhr in Einbeck der letzte Personenzug. Im Laufe des kommenden Jahres geht dann auch die reaktivierte Strecke Bad Bentheim-Nordhorn-Neuenhaus an den Start.

Einheitliches Ticket

Für Fahrten mit Regionalzügen und dem öffentlichen Nahverkehr in Niedersachsen gilt neuerdings eine gemeinsame Fahrkarte. In der Bahnfahrkarte des Niedersachsentarifs ist künftig am Start- und Zielort der Reise ohne Mehrkosten die Nutzung von Bus, Straßenbahn und U-Bahn automatisch mitenthalten. Die Regelung gilt auch für Fahrten nach Hamburg und Bremen. Für Fahrgäste mit Monatskarten kann die Nutzung des Nahverkehrs am Start- und Zielort zu einem ermäßigten Preis dazu gebucht werden.

Fahrpreiserhöhung

Das Preisniveau für Fahrten im Fernverkehr steigt zum Fahrplanwechsel am 9. Dezember um 0,9 Prozent. Fahrscheine zum vollen Preis (Flexpreis) werden in der ersten und der zweiten Klasse im Durchschnitt jeweils 1,9 Prozent teurer. Das Niedersachsen-Ticket für den Regionalverkehr kostet künftig für eine Person 24 Euro und pro Mitfahrer 5 Euro, jeweils ein Euro mehr als bisher.

Von RND/dpa

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