Menü
Dresdner Neueste Nachrichten | Ihre Zeitung aus Dresden
Anmelden
Wirtschaft Facebook verdreifacht Gewinn dank boomender Werbeeinnahmen
Nachrichten Wirtschaft Facebook verdreifacht Gewinn dank boomender Werbeeinnahmen
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
09:48 28.07.2016
Bereits im Vorquartal hatte Facebook überraschend gute Geschäfte gemacht, entsprechend hoch lag die Latte diesmal. Quelle: Jens Büttner
Anzeige
Menlo Park

Kein Ende des Turbo-Wachstums in Sicht: Sprudelnde Werbeerlöse haben Facebook im zweiten Quartal einen weiteren Milliarden-Gewinn in die Kassen gespült. Vor allem mit Anzeigen auf Smartphones verdient das größte Online-Netzwerk der Welt prächtig.

Die am Mittwoch nach US-Börsenschluss vorgelegten Quartalszahlen übertrafen die Erwartungen der Analysten deutlich.

Auch bei Anlegern kamen die Ergebnisse gut an: Die Facebook-Aktie schoss nachbörslich um über sechs Prozent nach oben und markierte außerhalb des regulären Handels ein Rekordhoch bei über 130 Dollar. Seit Jahresbeginn hat der Kurs um knapp 18 Prozent zugelegt. Facebook ist damit das viertwertvollste Unternehmen der US-Börsen. An der Spitze liegt Apple vor Alphabet (Google) und Microsoft.

Bereits im Vorquartal hatte Facebook überraschend gute Geschäfte gemacht, entsprechend hoch lag die Latte diesmal. Von April bis Juni verdreifachte Facebook den Gewinn im Jahresvergleich beinahe von 719 Millionen auf 2,1 Milliarden Dollar (derzeit etwa 1,9 Mrd Euro). Der Umsatz kletterte um 59 Prozent auf 6,4 Milliarden Dollar. Die Werbeeinnahmen, mit Abstand wichtigste Geldquelle, legten um 63 Prozent auf 6,2 Milliarden Dollar zu. Der Anteil der Werbung auf mobilen Geräten an den Anzeigenerlösen wuchs im Jahresvergleich von 76 auf 84 Prozent.

"Unsere Community und unser Geschäft hatten ein weiteres gutes Quartal", kommentierte Facebook-Chef Mark Zuckerberg die jetzigen Zahlen. "Besonders zufrieden sind wir mit den Fortschritten im Video-Bereich." Sein Unternehmen, zu dem auch die beliebte Foto-Plattform Instagram und der Messenger-Dienst WhatsApp gehören, setzt massiv auf bewegte Bilder und machte zuletzt insbesondere mit dem Streaming-Service Facebook Live von sich reden.

Facebook hatte Ende Juni 1,71 Milliarden aktive Nutzer pro Monat, das waren 15 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum. Zum Vergleich: Twitter, einst als ernstzunehmender Rivale gehandelt, brachte es zuletzt auf 313 Millionen. Die Zahl der User, die täglich bei Facebook angemeldet sind, nahm um 17 Prozent auf 1,13 Milliarden zu. Aus dieser Masse schlug der Internetkonzern dank neuer Werbekunden noch mehr Kapital. Die durchschnittlichen Erlöse pro Nutzer erhöhten sich zum Vorquartal um kräftige 15 Prozent auf 3,82 Dollar.

Die Erlöse fallen je nach Region sehr unterschiedlich aus. In Nordamerika (USA, Kanada) erzielt Facebook 14,3 Dollar im Quartal pro User. In Europa liegt der Wert bei 4,7 Dollar, in Asien spült ein Facebooker dagegen nur durchschnittlich 1,7 Dollar pro Quartal in die Kasse.

Facebook hatte zuletzt das Maß der Werbung optimiert, die ein Nutzer zu sehen bekommt, wenn er durch seine Timeline scrollt. Wenn dort zu viele bezahlte Botschaften und Werbemittel erscheinen, besteht die Gefahr, dass die Facebook-Anwender sich genervt abwenden. Fällt die "Ad Load" zu niedrig aus, verpasst Facebook Umsatzchancen. Der "Ad Load"-Algorithmus ist ein Betriebsgeheimnis von Facebook.

dpa

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Apple hat rund neun Jahre nach dem Start der ersten iPhone-Generation eine Milliarde Handys verkauft. Konzernchef Tim Cook gab das Erreichen der Marke am Mittwoch bekannt.

28.07.2016

Der Bierdurst im Ausland, die Fußball-EM und der Mai mit vielen langen Wochenenden haben den deutschen Brauern im ersten Halbjahr Zuwächse beschert. Der Bierabsatz stieg um 1,9 Prozent im Vorjahresvergleich auf 47,8 Millionen Hektoliter, wie das Statistische Bundesamt berichtete.

28.07.2016

Volkswagen hat Rivalen Toyota beim Absatz im ersten Halbjahr auf den zweiten Platz verwiesen. Der japanische Branchenprimus, zu dem auch der Kleinwagenbauer Daihatsu Motor und der Nutzwagenhersteller Hino Motors gehören, verkaufte zwischen Januar und Juni global 4,99 Millionen Autos.

28.07.2016
Anzeige