Menü
Dresdner Neueste Nachrichten | Ihre Zeitung aus Dresden
Anmelden
Wirtschaft Ex-Vorstände verzichten auf fast 40 Millionen Euro Extragehalt
Nachrichten Wirtschaft Ex-Vorstände verzichten auf fast 40 Millionen Euro Extragehalt
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
17:05 27.07.2017
Anshu Jain sollte als einer von zehn ehemaligen Managern der Deutschen Bank noch 7,27 Millionen Euro Boni bekommen. Auf einen Teil des Extragehalts verzichtet er nun. Quelle: dpa
Frankfurt

Einigung im Boni-Streit bei der Deutschen Bank: Zehn Ex-Vorstände und ein noch amtierender Topmanager verzichten freiwillig auf deutlich mehr als die Hälfte ihrer noch nicht ausbezahlten variablen Vergütung. Sie seien damit einverstanden, dass von 69,8 Millionen Euro, die ihnen die Bank noch schulde, lediglich 31,4 Millionen Euro ausbezahlt würden, teilte das Institut am Donnerstag in Frankfurt mit. Das Geldhaus hatte Erfolgsprämien auf Eis gelegt, betroffen waren unter anderem die früheren Chefs Josef Ackermann, Jürgen Fitschen und Anshu Jain. Das Institut bittet ehemalige Vorstände für die Milliardenkosten der skandalträchtigen Vergangenheit zur Kasse.

Unklar ist, auf wie viel jeder einzelne Manager verzichtet. Dazu wollte sich die Deutsche Bank nicht äußern. Im Fall von Jain lagen früheren Angaben zufolge 7,27 Millionen Euro auf Eis. Hinzu kamen 161 000 Aktienoptionen - aktuell haben diese einen Wert von rund 2,6 Millionen Euro. Bei Ackermann waren es demnach 4,64 Millionen Euro und 124 000 Aktienoptionen (aktuell etwa 2 Millionen Euro).

Jain leitete viele Jahre das Investmentbanking des Konzerns, in dem etliche der teuren Rechtsstreitigkeiten ihren Ursprung haben. Von Juni 2012 bis Mitte 2015 führte Jain gemeinsam mit Fitschen die Bank. Ackermann stand von 2002 bis Ende Mai 2012 an der Spitze der Deutschen Bank, unter seiner Führung wurde das Investment-Bankgeschäft maßgeblich ausgebaut.

Finanzielle Ansprüche gegenüber den Managern will die Bank nicht erheben. Nach den Ergebnissen mehrerer Untersuchungen „besteht für durchsetzbare Ersatzansprüche gegen damals amtierende Vorstandsmitglieder keine ausreichende faktische und rechtliche Grundlage“, erklärte das Institut.

Von RND/dpa

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Nutella, Coca Cola, Fischstäbchen: Markenprodukte sind in Osteuropa oft Mogelpackungen mit minderwertigen Inhaltsstoffen. Nun war der slowakische Ministerpräsident persönlich in Brüssel, um die Kommission zum Handeln zu bewegen.

27.07.2017

Aus der Werft in Saint-Nazaire liefen nicht nur die größten Kreuzfahrtschiff der Welt, sondern auch Hubschrauberträger aus. Nun hat Frankreich im Tauziehen mit Italien die Großwerft STX France verstaatlicht. Man schütze damit strategische Interessen.

27.07.2017

Obwohl der mächtigste Mann der Welt Twitter als sein Sprachrohr auserkoren hat, verliert der Kurznachrichtendienst in den USA an Nutzern – und das kommt an der Börse gar nicht gut an.

27.07.2017