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Erste Millionen für 3000 Qimonda-Gläubiger

Acht Jahre nach der Chipwerk-Pleite in Dresden Erste Millionen für 3000 Qimonda-Gläubiger

Für die Gläubiger des 2009 pleite gegangenen Speicherchipherstellers Qimonda schüttet der Insolvenzverwalter jetzt in einer ersten Abschlagszahlung 73 Millionen Euro aus. Das entspricht einer Quote von 25 Prozent. Damals waren von der Insolvenz der Infineontochter allein am Hauptproduktionsstandort in Dresden 3000 Menschen betroffen.

Im Frühjahr 2009 war der Speicherchiphersteller Qimonda – eine Infineon-Tochter – pleite gegangen, 3000 Mitarbeiter waren allein in Dresden betroffen. Jetzt verteilt der Insolvenzverwalter in einer ersten Abschlagszahlung 73 Millionen an die Gläubiger.

Quelle: Norbert Millauer

Dresden. Acht Jahre nach der Pleite des Speicherchipherstellers Qimonda bekommen 3039 frühere Mitarbeiter und gut 600 weitere Gläubiger der früheren Chipfabrik in Dresden einen ersten Teil ihres Geldes zurück. Insolvenzverwalter Michael Jaffé wird als ersten Abschlag insgesamt 73 Millionen auszahlen, wie die Kanzlei am Freitag mitteilte. Das entspricht einer Quote von 25 Prozent auf die Insolvenzforderungen. 43 Millionen der Summe stammen aus dem Verkauf der Fabrikanlagen, der teuren Patente und der Verwertung der sonstigen Insolvenzmasse, die übrigen 31 Millionen aus einer Einigung mit dem früheren Mehrheitsgesellschafter Infineon.

Jaffé kündigte an, dass es nicht bei diesem ersten Abschlag bleiben soll, heißt, die Gläubiger können mit weiteren Zahlungen rechnen. „Mit diesem erheblichen Erfolg war zu Beginn des Verfahrens nicht zu rechnen“, sagte Jaffé. Denn zu Beginn des Insolvenzverfahrens waren nach seinen Angaben überhaupt keine flüssigen Mittel mehr in der Kasse der Chipspeicherfabrik vorhanden.

Qimonda hatte im Januar 2009 Insolvenz angemeldet, Unternehmenssitz war München, die Dresdner Fabrik der Hauptproduktionsstandort – und bis zur Eröffnung des Verfahrens im April 2009 einer der führenden Speicherchip-Hersteller der Welt. Bei der börsennotierten Infineon-Tochter hatten einst rund 12 000 Menschen weltweit gearbeitet. Allein in Deutschland waren damals 4600 Beschäftigte von der Pleite betroffen, neben der Zentrale in München vor allem im Dresdner Werk, das 3800 Mitarbeiter hatte. In Sachsen hatte es ein heftiges Ringen um den Erhalt des Werkes gegeben.

Die Zahlungen gehen ausschließlich an Mitarbeiter und Gläubiger des ehemaligen Dresdner Werks, da das Verfahren für die einstige Münchner Unternehmenszentrale separat läuft.

Von Barbara Stock

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