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Wirtschaft Einhorn in der Wurst
Nachrichten Wirtschaft Einhorn in der Wurst
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17:52 01.06.2017
Die Fleischerei Puttkammer färbt ihre Wurst mit Rote-Bete. Kann das wirklich der Grillhit 2017 werden? Quelle: Puttkammer
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Berlin

Auf der einen Seite muss gerade alles gesund sein: Lebensmittel sollen am liebsten regional und biologisch produziert werden, natürlich ohne Zusätze und mit möglichst wenig Zucker. Auf der anderen Seite gibt es den Einhorn-Trend. Und obwohl eine ähnliche Zielgruppe angesprochen wird, werden dabei alle Regeln über Bord geworfen.

Wenn ein Einhorn die Verpackung ziert, kann es gar nicht bunt und klebrig genug sein. Die Einhorn-Rittersport war nur der Anfang, mittlerweile gibt es zig Produkte verschiedenster Hersteller, die das Fabelwesen als Verkaufsargument benutzen. Der Süßwarenhersteller Katjes hat Einhorn-Fruchtgummis im Programm, Feinkost Käfer regenbogenfarbene Einhorn Leckerlies, es gibt Einhorn-Sahnelikör und -Tee. Allen gemeinsam ist die rosarotglitzernde Anmutung, gepaart mit Fabeltier, Regenbogen und ein paar Worten aus dem Märchenland. Wer Einhorn will, dem ist die Zutatenliste scheinbar egal. Man darf ja mal eine Ausnahme machen.

Einhorn-Bier „zu süß für meinen Mann“

Noch skurriler wird das bei folgenenden Produkten: Auf dem Etikett des Einhorn-Bieres der Marke Zwönitzer erbricht das Fabelwesen den Regenbogen. Was sicherlich nicht die Qualität des Gesöffs widerspiegeln soll. Im Internet beschreiben Kunden das rosa Bier als „zu süß für meinen Mann, aber super für mich“. Es soll nach Himbeere schmecken und „mehr Kohlensäure als Sekt“ haben.

Und dann wäre da noch die rosa Einhorn-Bratwurst der Fleischerei Puttkammer. In der Wurst ist nicht etwa Einhorn, sondern Schweinefleisch verarbeitet, der Farbstoff Karmin und Rote-Bete-Saft färben die Wurst rosa. Appetitlich sieht das nicht aus. Soll aber trotzdem der Grillhit 2017 werden.

Auf dem Etikett des Zwönitzer Einhorn-Bieres erbricht das Fabelwesen einen Regenbogen. Quelle: Zwönitzer

Von Anne Grüneberg

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