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Wirtschaft EU-Parlamentspräsident Schulz mahnt Umsetzung von Bankenunion an
Nachrichten Wirtschaft EU-Parlamentspräsident Schulz mahnt Umsetzung von Bankenunion an
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10:55 20.11.2015
Bei der Umsetzung der Bankenunion hapert es an einigen Stellen gewaltig, sagt EU-Parlamentspräsident Martin Schulz. Quelle: Karlheinz Schindler
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Berlin

Mit einer unfertigen Bankenunion wäre Europa bei einer neuen Finanzkrise auch wegen leerer öffentlicher Kassen deutlich schlechter aufgestellt als 2009, sagte Schulz am Freitag in Berlin auf dem Wirtschaftsgipfel der "Süddeutschen Zeitung". "Die Sparer und Steuerzahler wären ungeschützt dem nächsten Sturm an den Finanzmärkten ausgesetzt." Nochmals könne die Gesellschaft eine steuerfinanzierte Bankenrettung nicht verkraften.

Die gemeinsame Einlagensicherung ist in Deutschland umstritten. Bundesregierung und die Kreditwirtschaft fürchten, bei einer Vergemeinschaftung der Einlagensicherungssysteme würden die bereits vorhandenen deutschen Rettungstöpfe in die Haftung für Schieflagen ausländischer Banken genommen. 

Ohne eine gemeinsame Einlagensicherung als dritte Säule wäre die Bankenunion unvollständig, betonte Schulz. An einer Versicherung müssten alle teilnehmen. Sonderregelungen für deutsche Sparkassen oder Volksbanken dürften nicht dazu führen, dass das Prinzip der Bankenunion aufgegeben werde. Dass deutsche Steuerzahler für andere zahlen müssten, sei eine unlautere Behauptung. 

Gerade 16 der 28 EU-Staaten - darunter Deutschland - hätten die Richtlinie der Bankenabwicklung umgesetzt und nur elf Staaten die Richtlinie zu den Einlagensicherungssystemen, kritisierte Schulz: "Momentan aber hapert es an einigen Stellen gewaltig." 

dpa

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