Menü
Dresdner Neueste Nachrichten | Ihre Zeitung aus Dresden
Anmelden
Wirtschaft Dresdner DVB-Hochhaus: Edeka, Aldi und Schuhbeck können ab Mai einziehen
Nachrichten Wirtschaft Dresdner DVB-Hochhaus: Edeka, Aldi und Schuhbeck können ab Mai einziehen
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
17:13 09.09.2015
Der Rohbau auf dem DVB-Hochhausareal ist weitestgehend abgeschlossen. Dennoch gibt es noch viel zu tun.

„Wir sind gut im Zeitplan“, sagt Sven Schirmer von der Agentur Zastrow + Zastrow, die die Öffentlichkeitsarbeit für das Großprojekt betreut, als er über ein quergelegtes Holzbrett in das Treppenhaus steigt. „Wenn alles weiter so gut läuft und das Wetter mitspielt, können wir im Mai die Eröffnung feiern“.

Auf den ersten Blick hat sich im alten DVB-Hochhauses noch nicht viel getan. Der Innenausbau beginnt erst in den kommenden Wochen. Die Arbeiter werkeln derzeit im Keller. Der Boden wird neu gegossen und sogenannte Mikrobohrpfähle metertief im Erdreich verankert. Die langen Metallstäbe sollen dem Gebäude zu mehr Stabilität verhelfen. Die wird dringend gebraucht, denn ab März werden die obersten drei Etagen der Gebäudeflügel abgetragen. Das Ergebnis: Die alte Bausubstanz geht auf gleicher Niveauhöhe in die Neubauten über – eine Vorschrift, der die Bauherren aufgrund einer Auflage der Denkmalschutzbehörde folgen müssen.

Der Fahrstuhlschacht für den Feuerwehraufzug ist noch ein tiefes Loch. Für den eigentlichen Personenaufzug gilt es noch, Decken durchzubrechen. Das Treppenhaus, heute mit Spanplatten baustellengerecht verrammelt, soll in den kommenden Monaten im Bestand saniert werden.

Die Arbeiten im Neubau sind derweil schon weiter fortgeschritten. Zwar pfeift noch der kühle Winterwind durch die riesige Halle im Erdgeschoss, die später den Simmel-Edeka beherbergen soll, aber mit dem Verlegen der Stromleitungen wird in diesen Tagen begonnen. Auch der Treppenaufgang zum zweiten Stock, hier ziehen Rossmann und Aldi ein, ist bereits fertig gestellt – zwei Rolltreppen sollen folgen.

5800 Quadratmeter Verkaufsfläche stehen zukünftig in dem Komplex zu Verfügung. Derzeit werden Verhandlungen mit potenziellen Mietern geführt. Sicher ist bereits das hier künftig der Sternekoch Alfons Schuhbeck Gewürze und Feinkost verkauft. Aber auch ein Fitnessstudio könnte sich am Albertplatz ansiedeln. „Wir haben vor allem Anfragen für Büroflächen“, sagt Schirmer.

Ein Problem, das zu Beginn der Bauarbeiten Wellen schlug, hat sich mittlerweile scheinbar von alleine gelöst. Am Artesischen Brunnen, der durch das Brunnenhaus an der Antonstraße gespießt wird, lag zunächst zu wenig Druck an. Heute sprudelt das Wasserspiel wieder wie eh und je. „Wir erstellen derzeit gemeinsam mit der Stadt ein Gutachten, um das Phänomen zu ergründen – bisher ohne Ergebnis“, sagt Schirmer und fügt hinzu, „wahrscheinlich ist das Steigrohr, das Wasser aus der wesentlich tiefer liegenden Führungsschicht nach oben pumpt, defekt. Als wir den Wasserspiegel abgesenkt haben, hat der Gegendruck von Außen gefehlt. Das gepumpte Wasser erreichte so nie die Oberfläche, sondern verlässt das Rohr und versickert wieder im Erdreich.“

Hauke Heuer

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Nach einem Spitzentreffen mit dem Daimler-Vorstand zur Zukunft der ostdeutschen Niederlassungen hat die IG Metall den Kurs des Autobauers scharf kritisiert. „Es gibt keine verbindlichen Zusagen für die Arbeitsplatz- und Standortsicherheit“, sagte Olivier Höbel, Bezirksleiter für Berlin, Brandenburg und Sachsen.

09.09.2015

Der Mercedes-Konzern plant die Veräußerung seiner ostdeutschen Filialen. Am Dienstag haben die Mitarbeiter vor ihren Autohäusern ein Zeichen gesetzt.

09.09.2015

Mitarbeiter des Versandhändlers Amazon haben am Standort Leipzig ihre Arbeit niedergelegt. Mit dem Beginn der Frühschicht am Montagmorgen um 5.30 Uhr versammelten sie sich vor dem Werkstor, wie Verdi-Sprecher Thomas Schneider in Leipzig sagte.

09.09.2015