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Wirtschaft Der lange, lange Weg in die Profitabilität
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10:48 31.05.2017
Rocket-Internet-Chef Oliver Samwer bei einer Konferenz 2016 in Berlin. Quelle: dpa
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Berlin

Es ist ein weiterer Schritt aus den roten Zahlen: Die Berliner Start-up-Fabrik Rocket Internet hat im vergangenen Quartal die Verluste in ihren Beteiligungen gesenkt. Rocket baut Start-ups auf, die später verkauft oder an die Börse gebracht werden sollen. Der gesammelte Umsatz ausgewählter Top-Firmen aus deren Portfolio legte im Jahresvergleich um 28 Prozent auf 617 Millionen Euro zu, wie Rocket Internet am Mittwoch mitteilte.

Grund dafür ist, dass große Fortschritte bei den einzelnen Unternehmen erkennbar sind. So sank beispielsweise der operative Quartalsverlust der Global Fashion Group, in der mehrere Modeversender zusammengeschlossen sind, von 46,5 auf 33,2 Millionen Euro. Dabei stiegen die Erlöse binnen eines Jahres von knapp 197 auf gut 265 Millionen Euro. Auch bei den Möbelhändlern Home24 und Westwing wurde das Minus abgebaut.

Verluste müsse man zunächst in Kauf nehmen

Auch der Kochboxen-Versender HelloFresh brach mit der Tradition, dass schnelles Wachstum gleichbedeutend mit schnellen Verlusten bedeutet. Denn während die Erlöse um fast die Hälfte auf 205 Millionen Euro hochsprangen, stieg das operative Minus lediglich von 27,3 auf 29,6 Millionen Euro.

Mitgründer und Chef Oliver Samwer rechtfertigte die Dauerverluste stets damit, dass man im Online-Handel erst einige Jahre rote Zahlen in Kauf nehmen müsse, um auf die nötige Größe zu kommen. Einen möglichen Börsengang von HelloFresh wollte Samwer laut Nachrichtenagentur Reuters nicht kommentieren.

Von RND/dpa

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