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Wirtschaft Dentsu-Chef tritt nach Selbstmord-Skandal zurück
Nachrichten Wirtschaft Dentsu-Chef tritt nach Selbstmord-Skandal zurück
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16:27 29.12.2016
Übernimmt die Verantwortung: Dentsu-Chef Tadashi Ishii. Quelle: afp
Tokio

Mehr als ein Jahr nach dem Suizid einer jungen Angestellten wegen Überarbeitung hat der Chef der japanischen Werbeagentur Dentsu seinen Rücktritt angekündigt. Tadashi Ishii teilte mit, er werde seinen Posten im Januar räumen. Er fühle sich verantwortlich für den Tod der Mitarbeiterin Ende Dezember 2015. „Ich werde die volle Verantwortung übernehmen.“ Die Behörden hatten kurz zuvor die Staatsanwaltschaft aufgefordert, in dem Fall zu ermitteln.

Die 24-jährige Matsuri Takahashi hatte sich Weihnachten 2015 in einem Wohnheim des Unternehmens das Leben genommen. Sie machte japanischen Medienberichten zufolge jeden Monat rund 100 Überstunden. Auf Twitter schrieb sie von ihrem Wunsch zu sterben.

Agentur ist für harte Arbeitsbedingungen bekannt

Dentsu, die größte Werbeagentur in Japan, ist bekannt für harte Arbeitsbedingungen. Ishii sagte auch, ein Unternehmen solle einen Beschäftigten nicht davon abhalten, „das Beste zu wollen“. Ein Übermaß an Arbeit sollte es aber nicht geben. „Ich bedaure das zutiefst.“

Einem im Oktober veröffentlichten Regierungsbericht zufolge arbeiten in rund einem von fünf Unternehmen in Japan Beschäftigte so lange, dass sie ihre Gesundheit ruinieren und einen vorzeitigen Tod riskieren. Die Japaner haben ein eigenes Wort für diese Arbeitshaltung: „Karoshi“ heißt Tod durch Überarbeitung und wird verwendet, wenn Arbeitnehmer wegen zu hoher Arbeitsbelastung sterben oder sich das Leben nehmen.

Von RND/dpa

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