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15:59 19.07.2017
Fast alle Diesel-Modell der Euronorm 5 und 6 sollen in die Werkstätten. Quelle: AP
Berlin

Nach VW ruft nun auch Daimler Millionen Diesel-Fahrzeuge für eine freiwillige Nachrüstung in die Werkstätten zurück. Betroffen sind fast alle Diesel mit Euronorm 5 und 6, bei der Maßnahme soll der Stickoxid-Ausstoß gesenkt werden. Der Autobauer lässt sich das insgesamt 220 Millionen Euro kosten. Was Diesel-Fahrer jetzt wissen müssen:

Welche Modelle sind konkret betroffen?

Fast alle Diesel aus dem Hause Daimler mit Euronorm 5 und 6 – diese wurden für viele Modelle ab 2009 vergeben. Ältere Autos brauchen demnach meist keine Nachrüstung. Außerdem sind Motoren der neuen Diesel-Generation OM 654 und OM 656 ausgenommen, die in der neuen E-Klasse und S-Klasse verbaut sind.

Wann muss ich in die Werkstatt?

Fahrer der betroffenen Modelle werden von Daimler per Post angeschrieben, teilte Daimler-Pressesprecher Matthias Brock auf Anfrage mit. In den nächsten Wochen sollen die ersten Anschreiben verschickt werden. Die Nachrüstung ist aber freiwillig, niemand ist verpflichtet, seinen Wagen in die Werkstatt zu bringen. „Wir sprechen die Kunden aber aktiv an und freuen uns, wenn sie die Maßnahme in Anspruch nehmen“, sagt Brock.

Wie läuft die Nachrüstung ab?

Für die betroffenen Autofahrer ist die Nachrüstung in der Werkstatt kostenlos. Die Aktion soll pro Wagen etwa eine Stunde dauern. Die Mechaniker müssen dafür keine Teile austauschen – es handele sich um ein reines Software-Update, „weil dieses für eine schnelle und flächendeckende Wirkung sorgt“, teilt Daimler mit. Das Update soll bei Vertragswerkstätten und Niederlassungen ebenso wie bei freien Werkstätten möglich sein. Die Software muss allerdings erst noch programmiert werden – und zwar in x-facher Ausführung, je nach Fahrzeugtyp, Leistungsstufe des Motors und Getriebeart. Deshalb soll die Nachrüstung auch „bis weit ins Jahr 2018“ dauern.

Was bewirkt das Update?

Daimler will damit zum einen das sogenannte Thermofenster verändern. Es sorgt dafür, dass die Abgasreinigung außerhalb eines bestimmten Temperaturbereichs abgeschaltet wird, um – wie Hersteller argumentieren – den Motor zu schützen. Dieses Fenster soll nach oben und unten vergrößert werden, die Reinigung ist dann also häufiger aktiv. Zum anderen soll der Ausstoß schädlicher Stickoxide (NOx) mit der Software generell sinken. Wie das alles funktioniert, sagt Daimler nicht und verweist auf „aktuelle Erkenntnisse aus der Entwicklung der neuen Dieselmotoren-Familie“.

Ändert sich mit der Nachrüstung etwas beim Verbrauch?

Laut dem Autobauer nicht. „Wir erwarten bei Leistung, zertifiziertem Verbrauch, Geräuschverhalten und Zuverlässigkeit keine Veränderungen durch das Software Update“, schreibt Daimler auf Anfrage.

Schon seit dem Frühjahr führt Daimler Nachrüstungen für 270 000 Autos bestimmter Modelle durch – wie weit ist der Autobauer damit?

Daimler hatte sich schon im März nach Untersuchungen des Kraftfahrt-Bundesamtes verpflichtet, einzelne Modelle aus der Kompakt- und der V-Klasse nachzurüsten. Bei der Kompaktklasse sind laut Daimler rund 45 Prozent inzwischen auf dem neuesten Stand der Technik. Die Autos der V-Klasse wurden zu rund 75 Prozent nachgerüstet.

Von Anne Grüneberg/RND/dpa

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