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Wirtschaft Da ist der Wurm drin
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12:30 08.01.2018
Man sieht ihm seine Inhaltsstoffe nicht an: Im Bux-Burger der deutschen Firma Bugfoundation stecken gemahlene Buffalowürmer. Quelle: Bugfoundation
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Hannover

Wen beim Gedanken an Mehlwurmburger spontan Übelkeit ereilt, der sollte künftig ganz genau aufs Etikett schauen. Denn seit dem Jahreswechsel gilt die neue Novel-Food-Verordnung, die besagt, dass künftig die EU die Zulassung für Produkte mit gemahlenen Heuschrecken, Würmern und anderen Insekten vergibt. Bisher war das Ländersache – und die Deutschen waren den kleinen Krabbeltierchen gegenüber nicht sonderlich aufgeschlossen. Bis auf seltene Ausnahmen waren Insekten im Essen hierzulande verboten. Anders in einigen Nachbarländern: Die Niederländer, Belgier und Schweizer können sich schon seit einiger Zeit für diese Art der Protein­aufnahme entscheiden.

Dort gibt es zum Beispiel den Bux-Burger der Osnabrücker Firma Bugfoundation zu kaufen, in denen sogenannte Buffalowürmer zu Mehl verarbeitet sind. Die Hersteller freuen sich schon auf den Zugang zum deutschen Markt: Spätestens im April sollen die Produkte auch bei uns in den Supermärkten liegen. Vorstellbar ist auch, dass der finnische Lebensmittelkonzern Fazer bald mit seinem Heuschreckenbrot hierzulande Fuß fassen könnte. Pro Laib werden etwa 70 zu Pulver vermahlene Heuschrecken verbacken.

Was die einen ekelhaft finden, ist für die anderen innovativ: Die Lebensmittelorganisation der Vereinten Nationen FAO versucht schon seit Jahren, Menschen Insekten schmackhaft zu machen. Denn der Nährwert steht dem von traditionellen Lebensmitteln in nichts nach. Mehlwürmer zum Beispiel enthalten ähnlich viele ungesättigte Fettsäuren wie Fisch, sie sind weitgehend fettfrei und voller Proteine. Nur mit dem Gedanken an die gelben Larven müssen viele noch klarkommen.

Von Anne Grüneberg/RND

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