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DGB weist Klage der Arbeitgeber zurück

Streit um Rente mit 63 DGB weist Klage der Arbeitgeber zurück

Der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) weist eine Klage von Arbeitgeberpräsident Ingo Kramer zurück, wonach die abschlagsfreie Rente mit 63 den Fachkräftemangel in Deutschland verschärfe.

DGB-Vorstandsmitglied Annelie Buntenbach

Quelle: dpa

Berlin. „Die Klage von Herrn Kramer lenkt davon ab, dass die Rente mit 63 nicht die Ursache, sondern die Folge eines Problems der Arbeitgeber ist“, sagte DGB-Vorstandsmitglied Annelie Buntenbach dem RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND). „Würden die Betriebe regelmäßig für altersgerechte Arbeitsbedingungen sorgen und ältere Beschäftigte damit eine Chance haben, gesund und mit guter, tariflich entlohnter Arbeit bis zur Regelaltersrente arbeiten zu können, wäre die abschlagsfreie Rente mit 63 für viele nur die zweitbeste Option“, fügte Buntenbach hinzu.

Die Gewerkschafterin verwies auf eine DGB-Studie zum Thema „Gute Arbeit“, die zeige, wie groß die Defizite in vielen Betrieben seien. „Weniger als die Hälfte aller Beschäftigten geht davon aus, bis zur Rente durchhalten zu können“, sagte Buntenbach. „In besonders stark belasteten Berufsgruppen wie im Baubereich, in der Altenpflege oder in Hotel- und Gaststättenberufen liegt der Anteil noch deutlich niedriger.“

687.000 Anträge auf Rente mit 63 schon bewilligt

Die Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände (BDA) hatte zuvor beklagt, dass durch neue abschlagsfreie Rente mit 63 dem Arbeitsmarkt dringend benötigte Fachkräfte entzogen werden. „Fast 700.000 Versicherte haben inzwischen die neue abschlagsfreie Rente ab 63 in Anspruch genommen. Das hat für Betriebe und Beitragszahler schmerzhafte Folgen“, hatte Arbeitgeberpräsident Ingo Kramer dem RND gesagt.

Seit Mai 2014 haben Arbeitnehmer die Möglichkeit, nach 45 Beitragsjahren mit 63 abschlagsfrei in den Ruhestand zu wechseln. Laut aktuellen Zahlen der Deutschen Rentenversicherung Bund haben bis Februar dieses Jahres rund 723.000 Arbeitnehmer einen entsprechenden Antrag gestellt. Rund 687.000 dieser Anträge wurden bewilligt.

Von RND

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