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Wirtschaft DB-Aufsichtsrätin hält Pofalla als Bahnchef für ungeeignet
Nachrichten Wirtschaft DB-Aufsichtsrätin hält Pofalla als Bahnchef für ungeeignet
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10:40 04.02.2017
Wenn es nach der SPD geht, soll DB-Technik-Chef Ronald Pofalla nicht Bahnchef werden. Quelle: dpa
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Berlin

Der Aufsichtsrat habe erst „vor acht Wochen Herrn Pofalla zum Netz-Vorstand ernannt und den Technik-Bereich, der eigentlich dazu gehört, ausgegliedert. Mit der Begründung, dass Herrn Pofalla die Erfahrung für den Bereich Technik fehlt“, sagte sie dem RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND). „Ich halte diese Entscheidung immer noch für gut und richtig. Und dann kann ich aber nicht acht Wochen später sagen, er ist geeignet, Vorstandsvorsitzender zu werden.“

Die SPD-Verkehrspolitikerin Kirsten Lühmann sieht Pofalla nicht an der Bahnspitze – sie halte ihn für „ungeeignet“. Quelle: dpa

Lühmann plädierte für einen Kandidaten von außerhalb des Konzerns. „Dem Aufsichtsrat sollte spätestens auf seiner regulären Sitzung im März eine Personalie präsentiert werden“, sagte sie. „Wir brauchen frischen Wind im Vorstand, wir brauchen neue Ideen. Ich bin dagegen, einen Übergangskandidaten zu bestimmen, der den Job nur zwei oder drei Jahre macht.“

„Zurzeit drängt sich niemand für die Bahn-Spitze auf“

Lühmann „würde es begrüßen“, eine Frau an der Spitze der Bahn zu sehen. Konkrete Kandidatinnen oder auch Kandidaten gäbe es jedoch noch nicht. „Zurzeit drängt sich wirklich niemand auf, der sowohl mit Personal als auch Politik umgehen kann“, sagte sie dem RND. Die „größte Herausforderung“ eines neuen Bahnchefs müsste sein, Verspätungen und Anschlussprobleme zu beseitigen und für einen verlässlichen Takt zu sorgen.

Einen Rückzug des Staates aus der DB werde es nicht geben, sagte Lühmann. „Die Bahn ist Daseinsvorsorge. Wir werden in Zukunft mehr Staat bei der Bahn sehen, nicht weniger. Wir wollen nach Schweizer Vorbild den Deutschland-Takt einführen. Alle Parteien sind dafür. Dann müssen wir aber auch im Fernverkehr Strecken ausschreiben und Wirtschaftlichkeitslücken ausgleichen.“

Von RND

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