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Wirtschaft Amazon erhöht die Versandgebühren
Nachrichten Wirtschaft Amazon erhöht die Versandgebühren
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20:48 01.12.2016
Für Nicht-Prime-Mitglieder hat Amazon die Versandgebühren zum Teil erheblich erhöht. Quelle: dpa
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München

Amazon bestätigte auf Anfrage, dass die Versandgebühren zum ersten Mal erhöht worden sind. Grund seien höhere Kosten im Kundenservice, erklärte eine Firmensprecherin schriftlich. Die Entscheidung sei „nicht leichtfertig“ getroffen worden.

Amazon hat die Versandgebühren zum Teil deutlich erhöht, aber nicht für alle Kunden und nicht einheitlich. Sie steigen nur für Nicht-Prime-Mitglieder, für bestimmte Produktgruppen und für Lieferungen, die möglichst schnell ankommen sollen – dann berechnet das Unternehmen bis zu 40 Prozent höhere Versandgebühren, wie folgende Übersicht zeigt.

Die Versandgebühren für Prime-Mitglieder

  • Für Prime-Mitglieder bleiben die Versandarten Standard (Zustellung innerhalb von 1 bis 2 Werktagen nach Versand) und Premium (Zustellung am Werktag nach Versand) kostenlos.
  • Die Versandoption „Morning-Express“ (Zustellung bis 12 Uhr am nächsten Werktag) kostet weiterhin 5,00 Euro.
  • „Same-Day“ kostet grundsätzlich 5,00 Euro – es sei denn, der Prime-Kunde bestellt etwas für mindestens 20 Euro, dann zahlt er keine Versandgebühren.

Die Versandgebühren für Nicht-Prime-Mitglieder

  • Für Nicht-Prime-Mitglieder ist der Standard-Versand erst ab einem Bestellwert von 29 Euro kostenlos.
  • Wenn der Bestellwert unter 29 Euro bleibt, zahlen Nicht-Prime-Mitglieder entweder 3,00 Euro wie bisher oder neuerdings 3,99 Euro – je nachdem, was sie bestellen.
  • Die Versandgebühren bleiben bei 3,00 Euro, wenn Nicht-Prime-Mitglieder Medien, Games, Software, Konsumgüter, Amazon-Geräte, Fashion oder Sportbekleidung bestellen (und der Bestellwert insgesamt unter 29 Euro bleibt).
  • Die Versandgebühren steigen auf 3,99 Euro, wenn Nicht-Prime-Kunden etwas aus folgenden Produktgruppen bestellen und unter 29 Euro bleiben: Elektronik & Computer, Spielwaren, Haushalt, Garten, Baumarkt, Sport & Freizeit, Auto & Motorrad.
  • Wenn Nicht-Prime-Mitglieder etwas am nächsten Werktag geliefert bekommen wollen, müssen sie künftig 7,99 Euro für den Premium-Versand bezahlen – und nicht mehr 6,00 Euro.
  • Für die Zustellung bis 12 Uhr am nächsten Werktag (Morning-Express) müssen Prime-Mitglieder nun 13,99 Euro anstatt bisher 9,99 Euro bezahlen. Dasselbe gilt für die Zustellung am Versandtag zwischen 18 und 21 Uhr (Evening-Express).

Die höheren Versandgebühren dürften vor allem Verbraucher bemerken, die Weihnachtsgeschenke auf den letzten Drücker bestellen – vorausgesetzt, sie sind keine Prime-Kunden (nähere Infos bei Amazon):

  • Wenn Prime-Kunden etwas am 23. Dezember bis 12 Uhr bestellen, ist der Premiumversand für sie kostenlos – Nicht-Prime-Mitglieder müssen dagegen 7,99 Euro bezahlen (anstatt bisher 6,00 Euro).
  • Prime-Kunden, die am 23. Dezember etwas bis 15 Uhr bestellen, müssen für die Zustellung am nächsten Morgen 5,00 Euro bezahlen – Nicht-Prime-Kunden dagegen 13,99 Euro (anstatt bisher 9,99Euro).

Für Verbraucher, die regelmäßig Waren bei Amazon bestellen, wird die Prime-Mitgliedschaft mit den höheren Versandgebühren attraktiver. Allerdings wird auch sie teurer, wie das Unternehmen vor einigen Wochen angekündigt hat: Ab dem 1. Februar berechnet der Versandhändler Neukunden 69 Euro anstatt bisher 49 Euro für das Prime-Abo. Ab dem 1. Juli 2017 zahlen auch Bestandskunden 20 Euro mehr im Jahr. Die Mitgliedschaft wird künftig aber auch monatlich buchbar sein.

Zur Prime-Mitgliedschaft gehören mehrere Dienstleistungen, unter anderem eine schnellere Zustellung, niedrigere Versandgebühren sowie die Streamingdienste Prime Video und Prime Music.

Von RND/wer

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