Menü
Dresdner Neueste Nachrichten | Ihre Zeitung aus Dresden
Anmelden
Wirtschaft Aktie von Hapag-Lloyd startet an der Börse leicht über Ausgabekurs
Nachrichten Wirtschaft Aktie von Hapag-Lloyd startet an der Börse leicht über Ausgabekurs
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
18:39 06.11.2015
Der Börsengang der Reederei galt wegen der schwierigen Schifffahrtsbranche und des eher schwachen Börsenumfelds als mühsam. Quelle: Frank Rumpenhorst
Anzeige
Hamburg

Die Aktie der Reederei Hapag-Lloyd ist mit leichten Gewinnen in den Börsenhandel gestartet. Zum Handelsschluss kosteten die Papiere 20,21 Euro - sie lagen damit etwas über dem Ausgabepreis von 20 Euro.

Der Börsengang des Schifffahrtskonzerns war wegen der schwierigen Schifffahrtsbranche und des eher schwachen Börsenumfelds recht mühsam. Erst vor wenigen Tagen hatte Marktführer Maersk angekündigt, 4000 Arbeitsplätze in der Schifffahrt zu streichen. Die Zeichnungsfrist für die Aktie musste um eine Woche verlängert und der Ausgabepreis herabgesetzt werden.

Die Reederei will von dem Erlös von rund 300 Millionen Dollar (aktuell 279 Mio Euro) Schiffe und Container kaufen. "Wir sind mit dem Interesse der Investoren und der Nachfrage nach unseren Aktien zufrieden", sagte Vorstandsvorsitzender Rolf Habben Jansen am Freitag in Frankfurt. Habben Jansen läutete gemeinsam mit Finanzvorstand Nicolás Burr die Börsenglocke im Frankfurter Börsensaal und zusätzlich eine 200 Pfund schwere Schiffsglocke aus Bronze.

Die Aktien werden im Prime Standard der Frankfurter Börse gehandelt. Das Unternehmen wird mehrheitlich kontrolliert von einem Pool aus der chilenischen Reederei CSAV, der Stadt Hamburg und dem Logistik-Unternehmer Klaus-Michael Kühne, die nach dem Börsengang zusammen rund 72 Prozent der Aktien halten. Knapp elf Prozent der Anteile gehören noch immer dem Touristik-Konzern Tui.

Nach dem Abschluss des Börsengangs hat Hapag-Lloyd nun die Möglichkeit, sich einfacher über Kapitalerhöhungen an der Börse zu finanzieren. Zudem können diejenigen Anteilseigner, die sich von ihrer Hapag-Lloyd-Beteiligung trennen wollen, ihre Aktien über die Börse verkaufen. Das trifft vor allem auf die Tui sowie mittelfristig auf die Stadt Hamburg zu.

dpa

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Die Kölner Staatsanwaltschaft ermittelt einem "Spiegel"-Bericht zufolge in fast 30 Verfahren gegen internationale Geldinstitute und deren Filialen. Die Banken sind wegen des Verdachts der Beihilfe zur Steuerhinterziehung ins Visier der Steuerfahnder geraten.

06.11.2015

VW hat den CO2-Ausstoß bei Hunderttausenden Fahrzeugen zu niedrig angegeben. Mögliche Steuernachzahlungen will der Konzern übernehmen - für seine Kunden.

06.11.2015

Der US-Arbeitsmarkt hat am Freitag mit sehr positiven Zahlen überrascht. Die US-Wirtschaft schaffte im Oktober mit 271 000 Stellen außerhalb der Landwirtschaft deutlich mehr Arbeitsplätze als erwartet.

06.11.2015
Anzeige