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Wirtschaft 1645 Lehrstellen in Sachsen unbesetzt - Zahl der Bewerber seit 2011 gestiegen
Nachrichten Wirtschaft 1645 Lehrstellen in Sachsen unbesetzt - Zahl der Bewerber seit 2011 gestiegen
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23:33 09.09.2015
In Sachsen sind nach Angaben der Bundesagentur für Arbeit momentan noch 1645 Ausbildungsplätze unbesetzt. Quelle: dpa

„Kein Schulabgänger ist gezwungen, in einem anderen Bundesland nach freien Lehrstellen zu suchen“, erklärte die Chefin der Regionaldirektion, Jutta Cordt, am Montag in Dresden.

Während die Zahl der Bewerber im Vergleich zu 2011 um knapp 700 auf 21 700 stieg, sank die Zahl der Ausbildungsplätze der Statisitk zufolge um fast 1200 auf knapp 21 000. Die Zahl der betrieblichen Lehrstellen blieb indes mit 18 922 nahezu konstant und lag damit lediglich um 88 unter dem Vorjahreswert, wie die Regionaldirektion mitteilte. Cordt sprach deshalb von einem „stabilen Ausbildungsangebot“, das neben der relativ niedrigen Zahl der Schulabgänger zum „guten Gesamtergebnis“ beigetragen habe.

Zugleich forderte sie die Unternehmen erneut dazu auf, die Ansprüche an den Nachwuchs zurückzuschrauben. „Schon aus demografischen Gründen müssen leistungsschwächere Bewerber von sächsischen Personalentscheidern künftig noch mehr als bisher berücksichtigt werden“, betonte Cordt.

Die 843 freien Stellen sollen bis Ende des Jahres nachbesetzt werden. Infrage kommen dafür neben den unversorgt gebliebenen Bewerbern auch junge Arbeitslose ohne Berufsausbildung sowie Ausbildungsabbrecher, hieß es weiter. Erst am Wochenende war bekannt geworden, dass zuletzt jeder dritte Lehrling in Sachsen noch im ersten Jahr seine Ausbildung wieder abbrach.

Die Arbeitsagentur verwies am Montag auf unterstützende Maßnahmen parallel zur Ausbildung. Dieser Nachhilfeunterricht sei für die Betriebe kostenlos und beinhalte sowohl theoretisches als auch praktisches Training. Der DGB nahm die Bilanz unterdessen zum Anlass, der Wirtschaft mangelndes Engagement vorzuwerfen. Vor allem das verarbeitende Gewerbe müsse mehr in die Ausbildung der Fachkräfte von morgen investieren.

dpa

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