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Politik Wiederaufbau des Iraks kostet 88 Milliarden Dollar
Nachrichten Politik Wiederaufbau des Iraks kostet 88 Milliarden Dollar
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15:27 12.02.2018
Ein irakischer Polizist steht in der Altstadt vor Überresten der Al-Nuri-Moschee. Im Kampf gegen die Extremisten sind große Teile der Infrastruktur des Landes zerstört worden. Quelle: dpa
Kuwait-Stadt

Nach dem militärischen Sieg über die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) erhofft sich der Irak beim milliardenteuren Wiederaufbau massive internationale Hilfe. Dafür werden nach einer Studie der Weltbank in den nächsten Jahren rund 88 Milliarden US-Dollar (etwa 71 Milliarden Euro) benötigt.

In dem mehr als dreijährigen Kampf gegen den IS seien allein rund 70 000 Häuser völlig zerstört worden, sagte der Präsident des irakischen Wiederaufbaufonds, Mustafa al-Hiti, am Montag in Kuwait. Dort begann eine dreitägige internationale Konferenz zum Wiederaufbau des Iraks.

Bei dem Treffen sind Vertreter internationaler Geberländer, Nichtregierungsorganisationen und Unternehmen vertreten. Auch UN-Generalsekretär António Guterres will teilnehmen, wie die staatliche kuwaitische Nachrichtenagentur Kuna meldete. Mitveranstalter der Konferenz sind die EU und die Weltbank.

Der Irak ist eine Hochburg der Korruption

Die Terrormiliz Islamischer Staat hatte große Teile des Iraks im Sommer 2014 überrannt. Nach einer langwierigen Militäroperation erklärte Ministerpräsident Haidar al-Abadi im Dezember den Sieg gegen den IS. Iraks Regierung erhofft sich nun in Kuwait Zusagen der Geberländer in Höhe von 100 Milliarden Dollar.

Der Irak ist mit seinen riesigen Ölvorräten eigentlich ein reiches Land. Doch der niedrige Ölpreis und die weit verbreitete Korruption stehen einem schnellen Wiederaufbau im Weg. Im Anti-Korruptionsindex von Transparency International steht der Irak auf Rang 166 von 176.

Im Kampf gegen die Extremisten sind große Teile der Infrastruktur des Landes zerstört worden. Besonders hart getroffen hat es den Norden und Westen des Iraks. So wurden in der früheren IS-Hochburg Mossul bei Kämpfen und Luftangriffen ganze Stadtviertel dem Erdboden gleichgemacht.

Von dpa/RND

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