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Politik Waffen und Munition sichergestellt
Nachrichten Politik Waffen und Munition sichergestellt
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17:48 23.06.2017
Auch Mitglieder der Spezialeinheit GSG9 nahmen an der Razzia teil (Symbolbild). Quelle: dpa
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Erfurt/Göttingen

Bei den Durchsuchungen in der rechtsextremen Szene in Thüringen und Niedersachsen hat die Polizei Waffen, Munition, Propagandamaterial, Drogen sowie Handys und Computer sichergestellt. Sie würden nun von Kriminaltechnikern untersucht, teilte eine Sprecherin des Landeskriminalamtes am Freitag in Erfurt mit. Ein Mann habe sich der Durchsuchung widersetzt und zwei Polizisten verletzt. Die Polizei wurde von der Spezialeinheit GSG 9 unterstützt.

Nähe zu den sogenannten Reichsbürgern

Es wird wegen Bildung einer kriminellen Vereinigung gegen 13 Beschuldigte ermittelt. Die Beschuldigten sollen in Südthüringen Waldbiwaks organisiert oder daran teilgenommen haben. Es habe sich um eine Art Ausbildungscamp mit Waffen gehandelt, sagte Oberstaatsanwalt Steffen Flieger. Einige der Verdächtigen sollen einer international agierenden rechtsextremen Bewegung angehören. Ihr Ziel sei es, gegen die Staats- und Gesellschaftsordnung Deutschlands und anderer europäischer Staaten vorzugehen.

Die Waffen und Munition wurden bei einem der Beschuldigten entdeckt, der dafür eine Erlaubnis gehabt habe, hieß es. Bei ihm sehen die Ermittler eine Nähe zu den sogenannten Reichsbürgern. Die Waffenbehörde werde nun seine Eignung zum Besitz der Waffen erneut prüfen.

Der thüringische Innenminister Holger Poppenhäger (SPD) kündigte an, den Innenausschuss des Landtages in seiner nächster Sitzung ausführlich über die Durchsuchungen zu unterrichten. „So wie die Demokratie die freie Meinungsäußerung schützt, muss die Demokratie auch vor Rechtsextremisten beschützt werden“, betonte der Minister.

Von RND/dpa

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