Menü
Dresdner Neueste Nachrichten | Ihre Zeitung aus Dresden
Anmelden
Politik Mehrheit der Wähler unzufrieden mit GroKo-Start
Nachrichten Politik Mehrheit der Wähler unzufrieden mit GroKo-Start
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
18:28 28.03.2018
Die erste Sitzung des GroKo-Kabinetts vor zwei Wochen. Quelle: dpa
Anzeige
Berlin

Eine große Mehrheit der Menschen in Deutschland ist unzufrieden mit dem Start der Großen Koalition. Im RND-Wahlmonitor des Meinungsforschungsinstituts YouGov für das RedaktionsNetzwerk Deutschland, einer Repräsentativ-Befragung mit 2000 Teilnehmern ab 18 Jahren, bescheinigten nur elf Prozent der Befragten der Koalition von Union und SPD einen guten oder sehr guten Start. Dagegen bewerten 18 Prozent die ersten Tage des Bündnisses seit der Wiederwahl von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) am 14. März als „sehr schlecht“, 21 Prozent als „schlecht“, 43 Prozent als „mittelmäßig“.

Das Gros der Befragten – 62 Prozent – rechnet nicht mit einem vorzeitigen Amtsverzicht von Merkel während der laufenden Wahlperiode. Lediglich 13 Prozent gaben an, Merkel werde als Bundeskanzlerin „wahrscheinlich“ oder „bestimmt“ noch vor der nächsten Bundestagswahl zurücktreten.

AfD verliert einen Prozentpunkt

In der Sonntagsfrage gibt es geringfügige Verschiebungen. Ungeachtet des negativen Urteils der Befragten über den GroKo-Start legen Union und SPD leicht zu. CDU und SPD erreichen nunmehr 34 Prozent – zwei Punkte mehr als Ende Februar. Die SPD gewinnt einen Prozentpunkt hinzu und kommt auf 17 Prozent. Drittstärkste Kraft ist die Alternative für Deutschland (AfD) mit 15 Prozent. Sie büßt einen Prozentpunkt ein. Grüne und Linke verlieren jeweils einen Prozentpunkt und liegen damit in der Sonntagsfrage gleichauf bei 11 Prozent. Die Freien Demokraten bleiben mit 8 Prozent unverändert.

Der Satz des neuen Bundesinnenministers Horst Seehofer (CSU), der Islam gehöre nicht zu Deutschland, stößt laut RND-Wahlmonitor auf geteiltes Echo. 16 Prozent der Befragten stimmen der Aussage „überhaupt nicht“, 12 Prozent „eher nicht“ zu, 21 Prozent „teils/teils“. 48 Prozent gaben an, der Position des CSU-Vorsitzenden „eher“ oder „voll und ganz“ zuzustimmen. Kanzlerin Merkel hatte Seehofer widersprochen – unter anderem in ihrer ersten Regierungserklärung nach der Wiederwahl.

Von Rasmus Buchsteiner/RND

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Die türkische Justiz gibt sich unerbittlich: Sie verlängert die Untersuchungshaft gegen zwei griechische Soldaten. Ihnen könnte gar eine Anklage wegen Spionage drohen. Das Verhältnis zwischen den Nato-Partnern Griechenland und Türkei steht vor einer weiteren schweren Belastung.

28.03.2018

Seit dem Skandal um rechtsextreme Umtriebe in der Bundeswehr ringt die Truppe mit den eigenen Traditionen. Auf was dürfen deutsche Soldaten stolz sein? Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen will mit einem neuen Erlass Klarheit schaffen.

28.03.2018

Der Bund und das Firmenkonsortium Toll Collect zanken seit Jahren vor Gericht. Grund ist der deutlich verspätete Start der Lkw-Maut. Mittlerweile belaufen sich die Rechtskosten für den Bund auf fast 250 Millionen Euro.

28.03.2018
Anzeige