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Politik Vor Mexiko-Wahl: Mehr als 120 Politiker getötet
Nachrichten Politik Vor Mexiko-Wahl: Mehr als 120 Politiker getötet
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10:36 26.06.2018
Nach dem Mord an dem Politiker Fernando Ángeles Juárez wurden alle 28 Polizisten der Kleinstadt Ocampo verhaftet. Quelle: Ivan Villanueva/EPA-EFE/REX/Shutterstock
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Mexiko-Stadt

Im mexikanischen Wahlkampf sind bisher mehr als 120 Politiker getötet worden. 16 der Opfer waren Frauen, wie das Beratungsinstitut Etellekt, das die Gewalttaten gegen Politiker registriert, mitteilte. In den vergangenen zehn Monaten habe es zudem mehr als 400 Aggressionen gegen Politiker gegeben, führt Etellekt auf. Am schwersten treffe die Gewalt Kandidaten und Amtsträger auf lokaler Ebene. Es handele sich um den gewalttätigsten Wahlkampf seit mehr als 20 Jahren, sagte Etellekt-Direktor Rubén Salazar.

Das lateinamerikanische Land wählt am kommenden Sonntag nicht nur einen neuen Präsidenten. Insgesamt sind mehr als 3000 Ämter neu zu besetzen, darunter der gesamte Kongress, acht Gouverneursposten, rund 1600 Bürgermeisterämter inklusive der Posten in Mexiko-Stadt und weiterer Funktionsträger.

29.000 Tötungsdelikte, 36.000 Vermisste

„Politische Gewalt war leider auch in der Vergangenheit ein Teil der Wahlkampfzeit in Mexiko“, erklärt die Direktorin für Lateinamerika der Friedrich-Naumann-Stiftung, Birgit Lamm. „Diesmal ist die Gewalt jedoch besonders ausgeprägt. Das hat sicherlich damit zu tun, dass noch nie so viele Mandate zur Wahl standen.“

Mexiko wird derzeit von einer beispiellosen Gewaltwelle überrollt. Mit mehr als 29.000 Tötungsdelikten war das vergangene Jahr das blutigste in der jüngeren Geschichte des Landes. Rund 36.000 Menschen gelten außerdem als verschwunden. In der mexikanischen Unterwelt toben Verteilungskämpfe um Geschäftsanteile, Einflusszonen und Schmuggelrouten. Im Wahlkampf versuchten kriminelle Gruppen, auf die regionalen Regierungen einzuwirken, sagte Etellekt-Direktor Salazar.

Von RND/dpa

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