Menü
Dresdner Neueste Nachrichten | Ihre Zeitung aus Dresden
Anmelden
Politik Von der Leyen kündigt Ost-Aufrüstung an
Nachrichten Politik Von der Leyen kündigt Ost-Aufrüstung an
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
19:17 26.10.2016
Beim Nato-Treffen in Brüssel treiben die Verteidigungsminister die Aufrüstung in Osteuropa voran. Bis zu 600 Bundeswehrsoldaten werden künftig in Litauen stationiert. Quelle: dpa
Anzeige
Brüssel

Deutschland und andere Nato-Staaten treiben die Aufrüstungspläne für Osteuropa voran. Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen kündigte am Mittwoch in Brüssel an, dass der von der Bundeswehr angeführte Verband für Litauen aus rund 1000 Soldaten bestehen wird. „Deutschland wird daran den größten Anteil tragen“, ergänzte sie am Rande von Beratungen mit Bündniskollegen.

Baltische Staaten fühlen sich von Russland bedroht

Nach Angaben aus dem Verteidigungsministerium hat Deutschland zugesagt, zwischen 400 und 600 Soldaten für die multinationale Kampftruppe zur Verfügung zu stellen. Die ersten sollen im Februar kommenden Jahres in Richtung Litauen aufbrechen.

Unterstützung wird wechselnd aus Frankreich, den Niederlanden, Belgien, Norwegen, Kroatien und Luxemburg kommen. Die jüngsten Aufrüstungspläne der Nato sind eine weitere Reaktion auf die Ukrainekrise und die Angst östlicher Mitgliedsländer vor einem russischen Angriff. Vor allem die baltischen Staaten und Polen fühlen sich bedroht, seit sich der große Nachbar 2014 die ukrainische Schwarzmeerhalbinsel Krim einverleibte.

Von der Leyen: Angriff auf ein Land gleicht Angriff auf Nato

Beim Bündnisgipfel im Juli war deswegen beschlossen worden, mehrere Tausend Soldaten nach Polen und in die baltischen Staaten Litauen, Estland und Lettland zu schicken. Die Führungsnationen sind Deutschland in Litauen, Großbritannien in Estland, die USA in Polen und Kanada in Lettland.

Die geplante Stärke der vier Kampfverbände nannte von der Leyen „genau angemessen“ und „defensiv“. Sie sei ein klares Zeichen, dass ein Angriff auf ein Land als ein Angriff auf alle 28 Nato-Staaten wahrgenommen würde. Russland sieht die Truppenstationierung als Provokation.

Von RND/dpa

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!
Anzeige