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Politik Verdächtiger stellt sich nach Attacke auf Israeli
Nachrichten Politik Verdächtiger stellt sich nach Attacke auf Israeli
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16:07 19.04.2018
Von der mutmaßlich antisemitischen Attacke gibt es ein Handyvideo eines der Opfer. Quelle: Youtube/dpa/Montage
Berlin

Der mutmaßliche Angreifer hat sich im Beisein seiner Anwältin den Behörden gestellt. Das berichtet die Bild-Zeitung. Er soll am Dienstagabend mit seinem Gürtel auf einen Israeli zugeschlagen haben. Die Tat könnte antisemitisch motiviert sein, da dass Opfer eine Kippa trug.

Der Täter selber soll laut Berichten der „Bild“ aus Syrien stammen und lebte zuletzt als Flüchtling in einer Unterkunft in Brandenburg.

Von der mutmaßlich antisemitischen Attacke gibt es ein Handyvideo eines der Opfer. Darin ist zu sehen, wie einer der mutmaßlichen Täter mit einem Gürtel auf den Filmenden einschlägt und ihn wiederholt als „Yahudi“ (Arabisch für „Jude“) bezeichnet.

Nach Aussagen eines der Betroffenen war das Tragen der religiösen Kopfbedeckung dabei eine Art Experiment. Wie der 21-jährige junge Israeli namens Adam der Deutschen Welle sagte, sei er selbst keine Jude. Er habe die Kippa getragen, nachdem ihm Freunde in Israel gesagt hätten, es sei gefährlich, sie öffentlich in deutschen Straßen zu zeigen. Er habe eigentlich zeigen wollen, dass es nicht gefährlich sei. Es sei das erste Mal gewesen, dass er die traditionelle jüdische Kopfbedeckung getragen habe, erklärte der junge Mann weiter.

Einige Medien, darunter auch der Evangelische Pressedienst (epd), hatten am Mittwoch zunächst berichtet, dass es sich um einen Angriff auf zwei Juden gehandelt habe. Später wurde dies durch die Interviewaussagen des Opfers korrigiert.

Von sos/epd/RND

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