Volltextsuche über das Angebot:

5 ° / -1 ° Schneeregen

Navigation:
Google+
Union plant Altersvorsorge-Pflicht für Selbstständige

Rente Union plant Altersvorsorge-Pflicht für Selbstständige

Immer mehr Selbstständige sind im Alter auf staatliche Grundsicherung angewiesen, weil sie keine Rentenansprüche gesammelt haben. Um dies künftig zu vermeiden, will die Union eine Pflicht zur Altersvorsorge.

Voriger Artikel
Brandanschläge auf zwei Wohnungen von Asylbewerbern
Nächster Artikel
Lammert hält Bundeswehr-Abzug aus Incirlik für denkbar

Die CDU geht davon aus, dass viele Menschen, die keinen Anspruch auf Rente haben, im Alter auf Grundsicherung angewiesen sind.

Quelle: Franz-Peter Tschauner/Archiv

Berlin. Die Unionsparteien wollen Selbstständige zur Altersvorsorge verpflichten, um Armut im Rentenalter vermeiden. Der CDU-Sozialpolitiker Peter Weiß bestätigte einen entsprechenden Bericht der "Bild"-Zeitung.

Nach seinen Worten soll für die Betroffenen eine Wahlmöglichkeit geschaffen werden: Entweder zahlen sie Pflichtbeiträge in die gesetzliche Rentenversicherung ein oder sie weisen eine andere armutsfeste Altersvorsorge nach, etwa eine private Riester-Rente.

Es gebe eine wachsende Zahl von Grundsicherungs-Empfängern, die keinerlei Ansprüche aus der gesetzlichen Rente hätten, erklärte Weiß. Ein Staat, der bedürftigen Rentnern eine Grundsicherung gewährt, müsse aber von jedem Mitbürger verlangen, dass er entsprechende Vorsorge betreibt. Auch die CDU-Fraktion im Kieler Landtag unterstützt das Vorhaben. "Die Probleme bei der Altersvorsorge der Selbstständigen sind zu lange ignoriert worden", sagte Fraktionschef Daniel Günther.

Trotzdem rechnet Weiß damit, dass die Pläne erst nach der nächsten Bundestagswahl (2017) umgesetzt werden. Dabei zeichnet sich Unterstützung auch aus anderen Parteien ab: So hatte Arbeitsministerin Andrea Nahles (SPD) schon vor einigen Monaten angeregt, die gesetzliche Rentenversicherung für Kleinselbstständige zu öffnen. Auch die Grünen wollen Selbstständige verpflichtend in die Rentenversicherung aufnehmen, wenn sie nicht bereits in eine berufliche Altersvorsorge einzahlen.

Eine Pflichtversicherung wird aber mancherorts auch kritisch gesehen. Vor allem Solo-Selbstständige beklagen oft, sie könnten sich wegen ihrer geringen Einnahmen keine Altersvorsorge leisten. Weiß kann sich jedoch Sonderregelungen vorstellen: So könnten Existenzgründer in den ersten Jahren von der Beitragspflicht befreit werden. Bei Geringverdienern seien auch reduzierte Beiträge möglich.

dpa

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Politik
  • 13. Februar

    Ob Gedenken, Täterspuren oder Menschenkette: Alle Infos finden sie in unserem Special zum 13. Februar in Dresden mehr

  • Semperopernball
    Semperopernball

    Alle Infos, alle Highlights, die schönsten Bilder - der Semperopernball in Dresden. mehr

24. Juli 2017 - Alev Doğan in Allgemein

Es gibt eine Wahrheit, vor der auch ich mich schon lange drücke. Eine, die auszusprechen weh tut: Um die Türkei steht es im Moment nicht gut. Ach was, um die Türkei steht es im Moment miserabel.

mehr