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Unicef bringt Impfmittel in den Jemen

Bundeswehr Unicef bringt Impfmittel in den Jemen

Drei Wochen waren alle Zuwege blockiert, nun sind erstmals wieder Hilfsflüge im Bürgerkriegsland Jemen gelandet. Sie bringen nicht einmal das Nötigste: Etwa 17 Millionen der 27 Millionen Einwohner wissen nicht, wo sie die nächste Mahlzeit herkriegen sollen.

Die Bundeswehr-YouTube-Serie "Mali" begleitet Soldaten bei ihrem Auslandseinsatz in dem afrikanischen Land – und wirbt um Nachwuchs.

Quelle: epd-bild/Bundeswehr

, Berlin. Das UN-Kinderhilfswerk Unicef hat 1,9 Millionen Impfdosen in den Jemen geflogen. Damit könnten etwa 600 000 Kinder gegen Diphtherie, Hirnhautentzündung, Keuchhusten, Lungenentzündung und Tuberkulose geimpft werden, sagte Unicef-Regionaldirektor Geert Cappelaere am Sonntag. Angesichts des riesigen Bedarfs sei das aber nur ein kleiner Schritt, nachdem die von Saudi-Arabien geführte Koalition gegen die schiitischen Huthi-Rebellen vor knapp drei Wochen die Blockade der Luft- und Seewege verschärft hatte.

Cappelaere sagte, zwei Unicef-Schiffe mit Nahrung und Medizin lägen vor Hodeida, dürften aber nicht anlegen. Mehr als elf Millionen Kinder brauchten dringend Hilfe. Alle zehn Minuten sterbe ein Kind an einer vermeidbaren Krankheit. Die bereits in fünf Regierungsbezirken verbreitete Diphtherie sei in weiteren Gebieten ausgebrochen. Knapp eine Million Menschen leide an Cholera oder Wasserdurchfall. „Jemen steht vor der übelsten humanitären Krise, die ich je in meinem Leben gesehen habe“, sagte Cappelaere. Zudem leiden die Menschen unter akuter Wasserknappheit.

Auch der Hafen Hudaydah am Roten Meer soll in Kürze für humanitäre Zwecke wieder geöffnet werden. Hilfsorganisationen und Vereinte Nationen hatten eindringlich an Saudi-Arabien appelliert, die Blockade zu beenden. Sie war verhängt worden, nachdem Huthi-Rebellen eine Rakete auf die saudische Hauptstadt Riad abgefeuert hatten. Die Rakete war abgefangen worden.

Im Jemen bekämpfen sich seit 2015 die Huthi-Rebellen und die sunnitisch geprägte Regierung, die von einer Koalition unter Saudi-Arabiens Führung unterstützt wird. Der schiitische Iran steht den Rebellen bei. Bei Luftangriffen der Militärkoalition starben rund 9000 Zivilisten. Der Jemen-Konflikt gilt als Stellvertreterkrieg zwischen Saudi-Arabien und dem Iran.

Von dpa/ap/RND

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