Menü
Dresdner Neueste Nachrichten | Ihre Zeitung aus Dresden
Anmelden
Politik USA verzichten auf Laptop-Verbot in Flugzeugen
Nachrichten Politik USA verzichten auf Laptop-Verbot in Flugzeugen
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
09:48 29.06.2017
Auf einigen Flügen aus dem Nahen Osten in die USA ist es bereits verboten, Laptops mit in die Kabine zu nehmen. Auch für Europa war eine solche Regelung im Gespräch. Die ist jetzt vom Tisch Quelle: dpa
Anzeige
Washington

Laptops und Tablet-Computer bleiben auf Flügen in die USA erlaubt, sofern die Fluggesellschaften schärfere Sicherheitsvorschriften umsetzen. Diese neue Regelung verkündete das US-Ministerium für Heimatschutz (DHS) am Mittwoch in Washington.

Ein zeitweise diskutiertes Kabinenverbot für sämtliche Elektrogeräte, die größer als ein Smartphone sind, hätte erhebliche Auswirkungen auf die Abläufe an Flughäfen und in den Fliegern gehabt. Diese bleiben Reisenden, Airlines und Flughafenbetreibern nun womöglich erspart.

Erweiterte Scans aller elektronischen Geräte

„Ich gehe davon aus, dass alle Fluggesellschaften mit uns zusammenarbeiten, um die Sicherheit ihrer Flugzeuge, ihrer Crews und ihrer Fluggäste zu gewährleisten“, sagte Heimatschutzminister John Kelly. „Nicht zu handeln, ist keine Option.“ Es gebe eine Vielzahl von Bedrohungen, dazu gehöre auch der Versuch, Flughafenbeschäftigte an sensiblen Positionen für die Terrororganisationen zu rekrutieren.

Man erwarte von Fluggesellschaften und Flughäfen, die Sicherheitsmaßnahmen für Passagiere und elektronische Geräte deutlich hochzufahren, sagte ein Mitarbeiter des Ministeriums. Aus Sicherheitsgründen werde das DHS bei der Ankündigung der neuen Maßnahmen nicht ins Detail gehen.

Das Heimatschutzministerium verlangt unter anderem erweiterte Scans aller elektronischen Geräte, die größer sind als ein Smartphone: also Laptops, Tablets, E-Book-Reader oder Kameras. Außerdem gehe es um eine genauere Überprüfung der Passagiere und um den Einsatz von mehr Sprengstoff-Spürhunden. „Die neuen Maßnahmen werden sichtbar und unsichtbar sein“, sagte der Mitarbeiter.

Hintergrund sind angebliche Erkenntnisse von US-Terrorexperten, wonach Terrororganisationen Sprengsätze in Laptops und anderen elektronischen Geräten verbergen können. Der „Guardian“ hatte von einem Anschlagsplan berichtet, nach dem eine Sprengladung in der Hülle eines funktionstüchtigen iPad-Tablets in die Kabine gebracht und an empfindlicher Stelle angebracht werden könne. Laut Fachleuten ist Sprengstoff von einer eingebauten Computerbatterie schwer zu unterscheiden.

„Wir legen die Latte weltweit höher“

Die USA hatten deshalb im März viele Geräte im Handgepäck für direkte Verbindungen von zehn Flughäfen in Nordafrika, dem Nahen Osten und der Türkei verboten. Übernähmen diese Flughäfen nun die neuen Sicherheitsregeln, könne dieses Verbot aufgehoben werden, so die Ansage des DHS.

Betroffen sind den Angaben zufolge 280 Flughäfen in 105 Ländern, 180 Airlines und etwa 2000 Flüge pro Tag. Wer sich nicht an die neuen Vorschriften hält, wird die USA laut Heimatschutzministerium nicht anfliegen dürfen, auch nicht mit Laptops oder Tablets im Frachtraum.

„Wir legen die Latte weltweit höher“, sagte der DHS-Mitarbeiter. Einen Zeitrahmen für die Umsetzung nannte er nicht, die Fluggesellschaften sollten aber ausreichend Zeit für die neuen Maßnahmen erhalten.

Ende Mai hatte es Verwirrung um ein mögliches Laptop-Verbot in der Kabine gegeben. Das US-Heimatschutzministerium widersprach Berichten aus Brüssel, wonach ein mögliches Verbot vom Tisch sei.

Am Mittwoch sagte der DHS-Mitarbeiter, man habe bis zuletzt ein generelles Laptop-Verbot erwogen. „Was wir nach einer Reihe von Gesprächen mit internationalen Vertretern jetzt tun, hat dasselbe Resultat, ohne aber Laptops generell zu verbieten.“

Von dpa/RND/zys

Der türkische Präsident Erdogan hat offiziell einen Auftritt am Rande des G20-Gipfels beantragt, um auf einer Groß-Kundgebung vor Anhängern zu sprechen. SPD-Kanzlerkandidat Martin Schulz will das verhindern. „Politiker, die unsere Werte zu Hause mit Füßen treten, dürfen in Deutschland keine Bühne für Hetz-Reden haben.“

29.06.2017

Die relative Mehrheit der Deutschen wünscht sich zum Gedenken an den verstorbenen Altkanzler Helmut Kohl einen eigenen deutschen Staatsakt. Das ist das Ergebnis einer repräsentativen Umfrage des Meinungsforschungsinstituts YouGov im Auftrag des RedaktionsNetzwerks Deutschland.

29.06.2017

Der Streit um das Protestcamp zum G20-Gipfel geht weiter – trotz des Urteils des Bundesverfassungsgerichts. Die Polizei hält das riesige Zeltlager im Hamburger Stadtpark nach wie vor nicht für vertretbar – und sieht sich dabei im Recht.

29.06.2017
Anzeige