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Politik USA und Polen trauern um Zbigniew Brzezinski
Nachrichten Politik USA und Polen trauern um Zbigniew Brzezinski
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13:56 27.05.2017
Der ehemalige Sicherheitsberater des US-Präsidenten, Zbigniew Brzezinski. Quelle: imago
Washington

Der damalige Nationale Sicherheitsberater von US-Präsident Jimmy Carter, Zbigniew Brzezinski, ist tot. Er starb im Alter von 89 Jahren, wie seine Tochter Mika Brzezinski in den sozialen Netzwerken mitteilte. Er sei der inspirierendste Vater gewesen, den ein Mädchen je hätte haben können, schrieb sie.

Brzezinski war ein Experte für geopolitische Strategie und Außenpolitik. Er half dabei, wirtschaftliche Hürden zwischen der Sowjetunion, China und dem Westen aufzuheben. Zudem unterstützte er seinen US-Präsidenten dabei, die Kluft zwischen dem damaligen ägyptischen Präsidenten Anwar al-Sadat und dem damaligen israelischen Regierungschef Menachem Begin zu überbrücken. Dies führte zum Camp-David-Vertragswerk 1978, durch das erstmals Frieden zwischen den beiden Ländern in Aussicht gestellt wurde. Drei Monate später hatten sich die Beziehungen zwischen den USA und China normalisiert, eine Priorität für Brzezinski.

Der in Warschau geborene Brzezinski war in Kanada und den USA ausgebildet worden. Als er die Aufmerksamkeit von US-Politikern auf sich zog, galt er bereits als ausgewiesener Kommunismus-Experte. In den 1960er Jahren war er als Berater für John F. Kennedy tätig, auch in der Johnson-Regierung arbeitete er.

Brzezinski (links) und der damalige US-Präsident Jimmy Carter 1977 im Weißen Haus. Quelle: imago

1976 bot ihm Carter den Job als Sicherheitsberater an. Den Posten des Außenministers hatte Brzezinski abgelehnt, weil er dachte, im Weißen Haus an der Seite von Carter effektiver arbeiten zu können. Die Krise um die Geiselnahme von Teheran, die 1979 begann, führte schließlich zu einer militärischen und politischen Demütigung der US-Regierung – sowie Carters Wahlniederlage gegen Ronald Reagan. Doch Brzezinski galt auch noch Jahre danach als Vordenker seiner Zeit und veröffentlichte Bücher zu geopolitischer Strategie und politischen Systemen.

Der frühere US-Präsident Jimmy Carter hat seinen Nationalen Sicherheitsberater Zbigniew Brzezinski gewürdigt. Dieser sei ein „hervorragender Staatsdiener“ gewesen, „brillant, engagiert und loyal“, ließ Carter in einer Stellungnahme mitteilen. Auch der polnische Präsident Andrzej Duda hat den verstorbenen früheren US-Sicherheitsberater Zbigniew Brzezinski gewürdigt. „Er war einst die Stimme Polens – des freien Polens – im Weißen Haus und er hat unermüdlich dafür gekämpft, dass wir alle die Freiheit bekommen“, schrieb der nationalkonservative Politiker am Sonnabend im Kurznachrichtendienst Twitter.

Von RND/dpa/AP