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Politik USA brechen Gespräche mit Russland ab
Nachrichten Politik USA brechen Gespräche mit Russland ab
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21:28 03.10.2016
Nach Russlands Luftangriffen in Syrien haben die USA die Gespräche über einen Waffenstillstand gestoppt. Quelle: AFP
Washington

Dies sei keine Entscheidung, „die leichtfertig getroffen wurde“, betonte der Sprecher des US-Außenministeriums in Washington, John Kirby. Die USA hätten alles getan, um die Gewalt in dem Bürgerkriegsland zu beenden. Russland sei aber seinen Verpflichtungen nicht nachgekommen.

Kirby warf Moskau und Syrien vor, die Angriffe auf zivile Ziele in dem Bürgerkriegsland verstärkt zu haben. In der besonders heftig umkämpften Stadt Aleppo waren in den vergangenen Tagen wiederholt auch Krankenhäuser aus der Luft angegriffen worden.

Russland gibt den USA die Schuld

Moskaus Reaktion kam prompt. Washington habe das Abkommen vom September nicht erfüllt, sagte die Sprecherin des russischen Außenministeriums, Maria Sacharowa, am Montagabend im Staatsfernsehen. Nun versuchten die USA, Russland die Verantwortung zuzuschieben. „Washingtons Tatenlosigkeit hat dazu geführt, dass sich die Kämpfer neu formieren konnten, Waffen erhalten haben und ihre Ressourcen mobilisiert haben“, meinte Sacharowa.

Russische Politiker reagierten mit Besorgnis auf die Nachricht aus Washington. „Die Folgen werden tragisch sein für den innersyrischen politischen Prozess“, warnte der Außenpolitiker Konstantin Kossatschjow. Russland habe bis zuletzt alles versucht, und nur dadurch habe es eine Chance für den Friedensprozess gegeben, sagte er der Agentur Interfax. „Diese Chance ist jetzt vertan.“

Syrische Armee startet Offensive

Die syrischen Regierungstruppen hatten mit Unterstützung der russischen Luftwaffe vor zwei Wochen eine Offensive zur Rückeroberung der teilweise von Rebellen gehaltenen Stadt gestartet. Zuvor hatte die syrische Armee eine zwischen den USA und Russland ausgehandelte Waffenruhe aufgekündigt.

Eine Serie von Gesprächen zwischen US-Außenminister John Kerry und seinem russischen Kollegen Sergej Lawrow über eine mögliche Wiederbelebung der Feuerpause verlief seither ergebnislos.

Von afp/dpa/RND

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