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Politik US-Atom-U-Boot macht vor Südkorea fest
Nachrichten Politik US-Atom-U-Boot macht vor Südkorea fest
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09:49 25.04.2017
Die „USS Michigan“ im Hafen von Busan. Quelle: dpa
Pjöngjang

Inmitten wachsender Spannungen auf der koreanischen Halbinsel hat Nordkorea nach Medienberichten massive Schießübungen abgehalten. Bei den Übungen an der Ostküste nahe Wonsan habe die Volksarmee 300 bis 400 Artilleriewaffen eingesetzt, berichtete die südkoreanische Nachrichtenagentur Yonhap am Dienstag unter Berufung auf Regierungskreise.

Die Übung zum offiziellen 85. Gründungstag der Volksarmee werde auch als Demonstration der Stärke gegenüber Südkorea und den USA verstanden, die ihrerseits Übungen der Seestreitkräfte vor der Ost- und Westküste begonnen haben.

US-Atom-U-Boot beteiligt sich nicht an Manöver

Nach südkoreanischen Angaben ist ein amerikanisches Atom-U-Boot im Hafen der Stadt Busan eingetroffen. Die „USS Michigan“ sei auf einem routinemäßigen Stopp und werde der Crew dort Zeit zur Erholung geben, teilte ein Vertreter der südkoreanischen Marine am Dienstag mit. Das U-Boot kam am gleichen Tag an, als Nordkorea Feierlichkeiten zum Jahrestag der Gründung seines Militärs beging. Laut einem Sprecher des US-Verteidigungsministeriums habe das U-Boot sich jedoch nicht an den laufenden Seeübungen beteiligt.

Die USA und ihre Verbündeten Japan und Südkorea haben derweil angekündigt, im Konflikt um Nordkoreas Atom- und Raketenprogramm mehr Druck auf den kommunistischen Staat ausüben zu wollen.

Die Chefunterhändler der drei Länder für die seit 2009 eingefrorenen Mehrparteien-Gespräche mit Nordkorea forderten das Land bei einem Treffen am Dienstag in Tokio auf, sein Atom- und Raketenprogramm aufzugeben. Zudem einigten sie sich nach Angaben der japanischen Nachrichtenagentur Kyodo darauf, China zu drängen, seinen Einfluss auf Nordkorea zu nutzen.

Nach zwei Atomversuchen und zahlreicheichen Raketentests durch Nordkorea seit dem vergangenen Jahr ist die Lage in der Region sehr angespannt. US-Präsident Donald Trump drohte im Konflikt um das nordkoreanische Atomprogramm mehrfach mit einem Alleingang.

Von dpa/ap/RND/zys