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Nachrichten Politik UNO stoppt Hilfslieferungen für Syrien
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11:45 20.09.2016
Ist unter Beschuss geraten: Ein syrischer Hilfskonvoi, der Medikamente und Lebensmittel nach Aleppo bringen sollte. Quelle: SYRIAN RED CRESENT
Aleppo

Nach dem tödlichen Luftangriff auf einen Hilfskonvoi in Syrien stoppen die Vereinten Nationen vorerst alle ihre Hilfslieferungen in dem Bürgerkriegsland. Als „sofortige Sicherheitsmaßnahmen“ würden alle Konvois gestoppt, erklärte der Sprecher des UN-Büros für humanitäre Hilfe (Ocha), Jens Laerke. Bis zu einer „neuen Bewertung der Sicherheitslage“ werde es keine Hilfslieferungen mehr geben.

Die USA haben den Angriff scharf verurteilt. Es handele sich um eine abscheuliche Attacke, sagte ein hochrangiger Regierungsbeamter. Der Konvoi wurde nach UN-Angaben in dem Ort Orem al-Kubra südwestlich von Aleppo von Bomben getroffen, 12 Menschen kamen ums Leben. Unter ihnen war auch ein Mitarbeiter des syrischen Roten Halbmonds. Außerdem seien mehrere Zivilisten getötet oder verletzt worden.

Der Vorfall sei ein herber Rückschlag für die Waffenruhe, sagte ein Regierungsbeamte, der nicht namentlich genannt werden wollte. Er erklärte, nur Russland oder das syrische Regime könnten hinter dem Angriff stehen. „Es war kein Luftangriff von unserer Koalition. Das lässt nur zwei Möglichkeiten für Länder offen, die in Syrien operieren.“

USA sieht in Russland den Schuldigen

Russland sei in jedem Fall verantwortlich. Es liege nun an Moskau, zu zeigen, dass man noch ein Interesse an der Ernsthaftigkeit des Anliegens habe. Außenminister John Kerry und sein russischer Amtskollege Sergej Lawrow wollten sich an diesem Dienstag in New York mit anderen Mitgliedern der Unterstützergruppe für Syrien (ISSG) treffen. Ziel sei es, eine neue Feuerpause zu erreichen.

Nur noch Trümmer: In der syrischen Stadt Aleppo herrscht ein Bild der Verwüstung. Die eingeschlossenen Menschen warten seit Monaten auf Hilfsgüter. Quelle: AFP

Ob das in der jetzigen Situation funktionieren kann? Äußerst fraglich. Syriens Armee hat die Waffenruhe für das Bürgerkriegsland nach einer Woche für beendet erklärt und wieder heftige Luftangriffe auf Rebellengebiete im Norden geflogen. Die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte berichtete von mehr als 40 Bombardierungen in der Großstadt Aleppo und ihrem Umland. Die Regierung und die Rebellen gaben sich gegenseitig die Schuld am Ende der Waffenruhe.

Für Hunderttausende notleidende Zivilisten in belagerten Städten schwanden damit die Hoffnungen, mit Hilfsgütern versorgt zu werden.

Von RND

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