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Nachrichten Politik UN-Meereskonferenz endet mit Absichtserklärung
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18:46 10.06.2017
Der vor allem mit Plastikflaschen verschmutzten Atlantikstrand von Ngor, Dakar, Senegal. Unter anderem versuchten die Teilnehmer der Konferenz, Wege zu finden, wie die Meere von Plastikteilen und anderem Müll gereinigt werden können. Quelle: EPA
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New York

In der zum Abschluss einer einwöchigen UN-Meereskonferenz am Freitag (Ortszeit) in New York verabschiedeten sechsseitigen Erklärung teilen die Mitgliedstaaten mit, dass sie die Ozeane „konservieren und nachhaltig“ nutzen wollen.

Die Vereinten Nationen feierten das Papier als „Meilenstein“. „Die Meereskonferenz hat unsere Beziehung zu den Ozeanen verändert“, sagte der Präsident der Generalversammlung Peter Thomson. „Von jetzt an kann niemand mehr sagen, dass er von dem Schaden, den die Menschheit den Ozeanen angetan hat, nichts wusste.“

Kritik von Grünen, Umweltministerin Hendricks und NGOs

Deutsche Politiker sahen das Ergebnis der Konferenz jedoch kritischer. „So wichtig eine erste UN-Ozeankonferenz war, so erschreckend mager sind leider die Ergebnisse“, sagte Steffi Lemke, Sprecherin für Naturschutz der Grünen-Bundestagsfraktion. „Eine windelweiche Abschlusserklärung bleibt hinter den Problemen meilenweit zurück.“ Auch Bundesumweltministerin Barbara Hendricks (SPD) hatte während ihrer Teilnahme an der Konferenz am Donnerstag gesagt, sie hätte sich „noch ein bisschen mehr Impulse“ erwartet.

Auch Umweltorganisationen kritisierten das Abschlussdokument der Konferenz als nicht weitgreifend genug. Zwar gaben die teilnehmenden Länder mehr als 1300 Selbstverpflichtungen für Meeresschutzprojekte ab, die Konferenz habe aber versäumt, „einen Mechanismus zur Überprüfung der Selbstverpflichtungen zu schaffen“, sagte die für Meeresschutz zuständige Leiterin beim WWF Deutschland, Heike Vesper.

„Es gab viele schöne und warnende Worte zur katastrophalen Situation der Weltmeere, doch überprüfbare Verpflichtungen zum Schutz der Meere ist niemand eingegangen“, kritisierte auch Francisco Mari von der Organisation Brot für die Welt.

Minister aus 85 Ländern diskutierten miteinander

Bei der ersten Konferenz dieser Art hatten seit Montag Vertreter der Weltgemeinschaft darüber verhandelt, wie der Schutz der Meere verstärkt werden kann. Minister aus rund 85 Ländern und täglich bis zu 2500 Teilnehmer reisten an.

Unter anderem versuchten sie, Wege zu finden, wie die Meere von Plastikteilen und anderem Müll gereinigt werden können, Fischerei nachhaltiger und dem Anstieg der Meeresspiegel entgegengewirkt werden kann und neue Schutzzonen in den Ozeanen eingerichtet werden können.

Von RND/dpa

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