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Politik Trump warnt Nordkorea: Verteidigung „mit allen Mitteln“
Nachrichten Politik Trump warnt Nordkorea: Verteidigung „mit allen Mitteln“
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08:52 04.09.2017
US-Präsident Donald Trump Quelle: AP
Washington

Trump erklärte das dem Weißen Haus zufolge am Sonntag in einem Telefongespräch mit dem japanischen Ministerpräsidenten Shinzo Abe nach dem jüngsten Atomwaffentest Pjöngjangs. Bereits zuvor hatte Verteidigungsminister James Mattis Nordkorea gewarnt, dass es im Fall einer Bedrohung der USA oder derer Verbündeten mit einer massiven militärischen Antwort rechnen müsse. Die USA hätten viele militärische Optionen.

Trump und Abe hätten Nordkoreas „anhaltende destabilisierende und provozierende Aktionen“ verurteilt, die „eisenharten“ beiderseitigen Verteidigungsverpflichtungen bekräftigt und eine weitere enge Zusammenarbeit vereinbart, hieß es weiter.

Der russische Präsident Wladimir Putin rief die internationale Gemeinschaft zu Besonnenheit im Umgang mit Pjöngjang auf. Der Kremlchef fordere dazu auf, „sich nicht von Emotionen leiten zu lassen, ruhig und ausgeglichen zu reagieren“, sagte Putins Sprecher Dmitri Peskow der Agentur Tass zufolge. Eine umfassende Lösung könne nur mit politischen und diplomatischen Mitteln gefunden werden. „Bislang kann man feststellen, dass die bereits bestehenden Sanktionen keine positiven Ergebnisse gebracht haben“, sagte Peskow. „Im Gegenteil: Die Situation lässt sehr zu wünschen übrig.“ Gemeinsam mit dem chinesischen Staatschef Xi Jinping habe Putin betont, dass ein Chaos auf der koreanischen Halbinsel unbedingt zu vermeiden sei.

Bundeskanzlerin Angela Merkel erklärte im TV-Duell der Kanzlerkandidaten, eine Lösung des Nordkorea-Konflikts sei ohne Trump nicht möglich. Sie wolle sich bei Trump in aller Klarheit für eine friedliche Lösung einsetzen.

Der sechste Atomversuch Nordkoreas seit 2006 löste weltweit scharfe Kritik aus. UN-Generalsekretär António Guterres warf Pjöngjang eine „weitere schwerwiegende Verletzung“ internationaler Abkommen vor. EU-Ratspräsident Donald Tusk drohte mit einer Verschärfung der Sanktionen.

Von RND/dpa