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Politik Trump tröstet Hochwasseropfer in Texas
Nachrichten Politik Trump tröstet Hochwasseropfer in Texas
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20:43 02.09.2017
Donald Trump mit Kindern in einer Notunterkunft für die Opfer des Tropensturms „Harvey“. Quelle: AP
Washington

Der Tropensturm „Harvey“ war die bisher schwerste Naturgewalt, die über die US-Küste am Golf von Mexiko hereingebrochen ist. Donald Trump hat am Samstag auf einer weiteren Reise Texas besucht. Am Dienstag war er in den Städten Corpus Christi und Austin mit den Verantwortlichen für die Rettungseinsätze zusammengetroffen, war aber nicht in die direkt betroffenen Gebiete gereist, um die Einsätze nicht zu behindern, und hatte auch nicht mit Flutopfern gesprochen.

Trump hatte sich danach Kritik anhören müssen, dass er nicht genug Mitgefühl gezeigt habe. Am Samstag führte ihn denn auch sein erster Weg in die Notunterkunft, das NRG Center in Houston. Später sollte er auch nach Louisiana reisen. Vor seiner Abreise hatte der Präsident den Opfern in seiner wöchentlichen Radioansprache Hilfe zugesagt. „Wir werden euch helfen, euch zu erholen. Wir werden euch helfen, wieder aufzubauen. Wir werden euch unterstützen, heute, morgen und am Tag danach.“

7,9 Milliarden Dollar Unterstützung

Wesentlicher Teil dieser Unterstützung ist ein Hilfspaket in Höhe von 7,9 Milliarden Dollar (6,7 Milliarden Euro), das der Präsident beim Kongress beantragte. Es wird damit gerechnet, dass es von den Republikanern rasch durchgewinkt wird, wenn sie am Dienstag ihre Arbeit nach der Sommerpause wieder aufnehmen. Einige wollen es aber auch dazu nutzen, um gleichzeitig die Schuldengrenze anzuheben. Passiert das nicht bis zum 29. September, droht der US-Regierung die Zahlungsunfähigkeit. Eine solche Koppelung von Hilfsgeldern an umstrittene politische Entscheidungen stößt aber bei Politikern beider Parteien auf Widerstand.

Überschwemmte Lager setzen Giftstoffe frei

Im Hochwassergebiet selbst bereitete eine vom Hochwasser beschädigte Chemiefabrik bei Houston den Einsatzkräften nach wie vor Sorge. Weil dort gelagerte chemische Substanzen wegen eines Ausfalls der Kühlung zu warm werden, ist es bereits zu mehreren Explosionen und Bränden gekommen. In Beaumont, einer 120 000-Einwohner-Stadt weiter östlich, arbeiteten Techniker fieberhaft daran, die dortige überflutete Wasseraufbereitungsanlage wieder zum Laufen zu bringen.

Langfristige Folgen könnte auch die Überflutung von Lagerstätten für Giftstoffe haben. Die Nachrichtenagentur AP besuchte fünf dieser sogenannten Superfund-Lager im Großraum Houston, viele von ihnen waren überflutet, es drohten gefährliche und potenziell giftige Stoffe freigesetzt zu werden.

Die für diese Lagerstätten zuständige Umweltschutzbehörde EPA war nicht vor Ort. Auf Anfrage der AP sagte eine Sprecherin, sie könne noch nicht sagen, wann dort erste Proben entnommen werden können. Man müsse erst darauf warten, dass das Wasser zurückgehe.

Von AP/RND

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