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Politik Trump schadet dem Image der USA
Nachrichten Politik Trump schadet dem Image der USA
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13:03 27.06.2017
USA-Präsident Donald Trump. Quelle: dpa
Washington

Nach der Wahl Donald Trumps zum US-Präsidenten hat das Image der Vereinigten Staaten im Ausland gelitten. Das geht aus einer am Montagabend (Ortszeit) veröffentlichten Erhebung des Forschungszentrums Pew Research in Washington hervor. Mehr als 40.000 Menschen in 37 Ländern wurden für die Umfrage im Zeitraum 16. Februar – 8. Mai 2017 befragt.

Die Ergebnisse sind eindeutig: Demnach haben nur 22 Prozent der befragten Menschen Vertrauen in Trumps Außenpolitik. Unter seinem Vorgänger Barack Obama seien es zum Ende von dessen Amtszeit noch 64 Prozent gewesen.

Massiver Aufschwung in Russland

Nur 16 Prozent der Umfrageteilnehmer unterstützen die Pläne Trumps zum Mauerbau entlang der Grenze zu Mexiko. Vor allem in Mexiko selbst sowie anderen lateinamerikanischen Staaten und in Europa stößt sein Vorhaben auf Widerstand.

Laut der Umfrage genießt Trump nur in Russland und Israel ein größeres Vertrauen als Obama. Vor allem in Russland ist das Vertrauen von 15 Prozent im Jahr 2015 auf aktuell 41 Prozent stark angestiegen.

Insgesamt beschreiben 55 Prozent Trump als starken Führer, wobei unter allen in der Studie abgefragten Charaktereigenschaften die Teilnehmer ihm am häufigsten Arroganz zuschrieben (75 Prozent). Dahinter folgen die Eigenschaften „intolerant“ (65) und „gefährlich“ (62). An vierter Stelle folgt die erste positive Eigenschaft: 55 Prozent der Befragten halten Trump für einen „starken Anführer“.

Merkel genießt hohes Vertrauen

In der gleichen Erhebung wurde auch nach dem Vertrauen in andere politische Führungskräfte gefragt. Unter den vier vorgegebenen Politikern – Wladimir Putin, Xi Jingping, Donald Trump und Angela Merkel – schneidet die deutsche Kanzlerin mit Abstand am besten ab. Merkel genießt bei 42 Prozent der Befragten das Vertrauen für ihre Außenpolitik. Chinas Präsident Xi Jingping (28) und Russlands Staatschef Wladimir Putin (27) folgen deutlich dahinter.

Von dpa/RND/zys