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Politik Trump gehen die Kandidaten aus
Nachrichten Politik Trump gehen die Kandidaten aus
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17:48 17.11.2016
Dieser Aufzug führt nach oben: Donald Trump Jr. besucht seinen Vater im Trump Tower – ob er auch ein Spitzenamt übernimmt? Quelle: afp
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New York

Die Sicherheitskräfte im „Trump Tower“ an der Fifth Avenue geben sich möglichst unauffällig. Auch wenn sie am Eingang des Hochhauses, an den Fahrstühlen und in nahezu jeder Ecke der Lobby stehen, versuchen sie das alltägliche Kommen und Gehen der Bewohner möglichst wenig einzuschränken. Die Beamten demonstrieren eine Professionalität, die einige Etagen weiter höher schmerzlich vermisst wird.

Die Firmenzentrale des künftigen US-Präsidenten unweit des Central Parks dient seit Tagen als eine Art improvisierter Regierungssitz. Kaum jemand der Gäste, die hin und wieder durch die Lobby eilen, mag noch leugnen, dass das Wahlergebnis für sie alle überraschend kam. Auf ein Schattenkabinett kann Donald Trump in diesen turbulenten Tagen jedenfalls nicht zurückgreifen. Mehr noch: Einige seiner eifrigsten Mitstreiter winken ab, wenn es darum geht, Verantwortung in Washington zu übernehmen.

Wohl keine Kandidaten für ein Spitzenamt: Jared Kushner (r.) und Ivanka Trump. Quelle: afp

So hält sich Ben Carson, der berühmte Neurochirurg, nach eigenen Angaben für nicht qualifiziert, eine große Bundesbehörde zu führen – obwohl er selbst im Rennen um das Präsidentenamt stand. In den kommenden vier Jahren wolle er dem neuen Staatsoberhaupt aber als unentgeltlicher Berater zur Seite stehen, sagt Carson.

Ein Schicksal der besonderen Art ereilt Chris Christie. Der Gouverneur aus New Jersey, der sich vor Monaten vom Mitbewerber zum eifrigen Unterstützer wandelte, stolpert über Trumps Familienbande: Schwiegersohn Jared Kushner hatte allem Anschein nach noch eine offene Rechnung mit Christie und drängte darauf, ihn als Leiter des Übergangsteams abzulösen. Christie hatte als Oberstaatsanwalt vor einigen Jahren Kushners Vater Charles – ebenfalls ein Immobilienunternehmer – wegen illegaler politischer Spenden für zwei Jahre hinter Gitter geschickt.

Könnte das Sagen im Verteidigungsministerium bekommen: Lt. Gen. Michael Flynn geht im Trump Tower ein und aus. Quelle: afp

Nach Einschätzung der „New York Times“ gilt Kushner Junior als die Spinne im Trumpschen Beziehungsnetz. Der 35-Jährige spazierte vergangene Woche durch den Garten des Weißen Hauses mit dem Sicherheitsberater des amtierenden Präsidenten und pflegt Kontakte über Partei- und Firmengrenzen hinweg.

Ivanka will sich um Familienkonglomerat kümmern

Entgegen einiger Spekulationen strebt er offenbar kein offizielles Amt unter seinem Schwiegervater an – ebenso wenig wie seine Schwager Donald Junior und Eric. Auch seine Ehefrau Ivanka hält sich nach bisherigen Erkenntnissen von der Politik fern und konzentriert sich auf die Führung des familieneigenen Firmenkonglomerats. Keine leichte Aufgabe: Immerhin ist Trump an etwa 500 Firmen beteiligt.

Zu einigen Turbulenzen führen die Spekulationen rund um James Dimon, genannt Jamie. Der einflussreiche Wall-Street-Banker ist als Finanzminister im Gespräch und würde in seinem bisherigen Job eine große Lücke reißen: Da er als Chef der JPMorgan Chase noch keinen Nachfolger aufgebaut hat, zog der Börsenkurs seines Hauses angesichts der Gerüchteküche nach unten.

Von Stefan Koch

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