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Politik Trump: Das sind Verschwörungstheorien
Nachrichten Politik Trump: Das sind Verschwörungstheorien
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15:05 15.02.2017
US-Präsident Trump hat erbost auf Vorwürfe zu Russland-Kontakten reagiert. Quelle: imago
Washington

Nach Recherchen der „New York Times“ haben Mitglieder des Wahlkampfteams von Donald Trump vor der US-Wahl wiederholt Kontakte zu hochrangigen russischen Geheimdienstleuten unterhalten. Das gehe aus abgehörten und aufgezeichneten Telefongesprächen hervor, berichtete die Zeitung am Mittwoch unter Berufung auf vier frühere und gegenwärtige US-Beamte. Allerdings habe bisher keine Verbindung zu russischen Hackerangriffen während des Wahlkampfes hergestellt werden können.

Trump reagierte erbost auf die Veröffentlichung. „Die Fake-News-Medien drehen durch mit ihren Verschwörungstheorien und ihrem blinden Hass“, schrieb Trump.„Dieser Unsinn über eine Verbindung nach Russland ist lediglich ein Versuch, die vielen Fehler in Hillary Clintons verlorenem Wahlkampf wettzumachen.“

Der „New York Times wie auch der „Washington Post“ seien Informationen illegal zugespielt worden, bemängelte Trump. „Der wahre Skandal hier ist, dass die Geheimdienste vertrauliche Informationen wie Süßigkeiten ausgeben“, schrieb Trump in einer Serie von Tweets weiter. Das sei unamerikanisch.

Kreml dementiert Berichte

Der Kreml hat Berichte über wiederholte Kontakte zwischen russischen Geheimagenten und dem Wahlkampfteam von US-Präsident Donald Trump dementiert. Die Anschuldigungen aus der „New York Times“ beruhten lediglich auf anonymen Quellen, sagte Kreml-Sprecher Dmitri Peskow am Mittwoch. „Sie basieren nicht auf Fakten, sie deuten nicht auf tatsächliche Fakten hin.“

Die „New York Times“ hatte berichtet, dass Mitglieder aus Trumps Team, darunter auch dessen kurzzeitiger Wahlkampfmanager Paul Manafort, im Jahr vor der US-Wahl mehrmals mit russischen Geheimagenten telefoniert hätten. Dabei seien sie von US-Geheimdiensten abgehört worden. Manafort selbst sagte der Nachrichtenagentur AP, er habe niemals wissentlich mit russischen Geheimagenten gesprochen.

Manafort war im vergangenen August als Trumps Wahlkampfmanager zurückgetreten, nachdem die AP die geheime Lobbyarbeit seiner Firma für die frühere pro-russische Regierung in der Ukraine aufgedeckt hatte. Die Enthüllungen über ihn werfen weitere Fragen über die Kontakte der Trump-Regierung zu Moskau auf. Erst am Montag war der Nationale Sicherheitsberater des Präsidenten, Michael Flynn, wegen geheim gehaltener Telefonate mit dem russischen Botschafter in den USA zurückgetreten.

Von dpa/ap/RND