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Politik Terroristen hatten 120 Gasflaschen gehortet
Nachrichten Politik Terroristen hatten 120 Gasflaschen gehortet
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16:41 20.08.2017
Bereits am Freitag hatten Ermittler einen Verdächtigen in Ripoll festegenommen. Quelle: AP
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Barcelona

Drei Tage nach der Terrorattacke von Barcelona mit mehr als einem Dutzend Toten fahnden die Ermittler in Spanien weiter nach dem Fahrer des Anschlagswagens. Im Rahmen der Ermittlungen werden immer mehr Details über die Tat und ihre Hintergründe bekannt.

Was wollten die Täter mit 120 Gasflaschen?

Die Flaschen seien in dem Haus in Alcanar gefunden worden, das am Mittwoch aus noch ungeklärter Ursache explodiert war, sagte Polizeichef Josep Lluis Trapero am Sonntag. Die Explosion hatte wohl die ursprünglichen Pläne der Gruppe durchkreuzt. Die Idee, mit Fahrzeugen in Barcelona und der Küstenstadt Cambrils Menschen zu überfahren, könnte eine spontane Handlung gewesen sein.

Wie viele Terroristen waren am Werk?

Die Polizei geht nach eigenen Angaben von einer zwölfköpfigen Zelle aus. Fünf der mutmaßlichen Attentäter seien bei dem Anti-Terror-Einsatz in Cambrils getötet worden. Vier wurden demnach verhaftet, drei weitere identifiziert. Zwei von ihnen starben mit großer Wahrscheinlichkeit bei der Explosion in Alcanar, wie Katalaniens Polizeichef Josep Lluis Trapero am Sonntag sagte.

Wer ist noch auf der Flucht?

Gesucht wird spanischen Medienberichten zufolge nach einem 22-jährigen Marokkaner. Er sei der Bruder eines der getöteten Terrorverdächtigen von Cambrils, hieß es. Er stamme aus der Kleinstadt Ripoll rund 100 Kilometer nördlich von Barcelona. Die Polizei kann aber nicht bestätigen, dass Younes Abouyaaquoub das Tatfahrzeug in Barcelona lenkte. Traparo zufolge wird nach zwei weiteren Verdächtigen gefahndet, da nicht klar sei, wer in Alcanar starb.

Younes Abouyaaquoub gilt derzeit aus Hauptverdächtiger. Der 22-Jährige ist auf der Flucht. Quelle: AP

Warum hielt man Moussa Oukabir für den Fahrer?

Die Sicherheitskräfte hielten den 17-Jährigen zunächst für den mutmaßlichem Haupttäter. Er soll mit dem Pass seines älteren Bruders den Transporter angemietet haben, mit dem der Terroranschlag in Barcelona verübt wurde. Später teilte die Polizei mit, Oukabir sei als einer der Toten von Cambrils identifiziert worden.

Welche Rolle spielt ein Imam in Ripoll?

Abdelbaki Es Satty soll Berichten zufolge Kopf der Zelle sein. 2015 war der Marrokaner in die Kleinstadt Ripoll gekommen, dort, wo fünf der getöteten Verdächtigen aufwuchsen. Es Satty soll bis 2012 fast zwei Jahre in einem Gefängnis in Castellón, der südlichen Nachbarprovinz Kataloniens, gesessen. Wegen Haschischhandels, schreibt die Zeitung El Mundo. Im Gefängnis von Castellón habe er einen anderen Marokkaner kennen gelernt, der dort eine 18-jährige Haftstrafe wegen Unterstützung der Attentate vom 11. März 2004 in Madrid mit 191 Toten absitze.

Die spanische Polizei veröffentlichte Bilder aus der Wohnung von Es Satty. Quelle: AP

Die Polizei durchsuchte am Sonnabend das Haus von Es Satty und suchte DNA-Spuren. Er könnte sich zum Zeitpunkt der Explosion in dem Haus in Alcanar aufgehalten haben.

Von RND/dpa

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