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Politik Terrorhelfer bekommt Einreiseverbot bis zum 90. Geburtstag
Nachrichten Politik Terrorhelfer bekommt Einreiseverbot bis zum 90. Geburtstag
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17:02 21.08.2018
Der Marokkaner Mounir el Motassadeq. Quelle: Christian Charisius/Reuters/Pool/dpa
Hamburg

Der wegen Beihilfe zu den Terroranschlägen vom 11. September 2001 zu 15 Jahren Haft verurteilte Marokkaner Mounir el Motassadeq darf bis zu seinem 90. Geburtstag nicht wieder nach Deutschland einreisen. Er habe ein auf den 3. April 2064 datiertes Einreise- und Aufenthaltsverbot erhalten, erklärte der Hamburger Senat auf eine Kleine Anfrage des CDU-Bürgerschaftsabgeordneten Richard Seelmaecker.

Der wegen Beihilfe zu den Terroranschlägen vom 11. September 2001 zu 15 Jahren Haft verurteilte Marokkaner sitzt derzeit noch in der Justizvollzugsanstalt Fuhlsbüttel. Er soll ab dem 15. Oktober entlassen und sofort abgeschoben werden. Den genauen Zeitpunkt wollen die Behörden nicht öffentlich machen, um die Aktion nicht zu gefährden. Motassadeqs reguläre Haftzeit würde im November enden.

Motassadeq wegen Beihilfe zum Mord in mehr als 3000 Fällen verurteilt

Der 44-Jährige wurde den Senatsangaben zufolge bereits am 12. Juli 2004 ausgewiesen. Die Abschiebung sei ihm damals angedroht worden. Eine Klage gegen die Ausweisung wurde rechtskräftig abgewiesen. Die Abschiebeandrohung sei damit vollziehbar. Die zuständige Behörde befasse sich seit geraumer Zeit mit der Vorbereitung des Transports, der Flugverbindung und der Beschaffung von Reisepapieren, hieß es weiter.

Das Hanseatische Oberlandesgericht hatte Motassadeq wegen Beihilfe zum Mord in mehr als 3000 Fällen und Mitgliedschaft in einer terroristischen Vereinigung verurteilt. Motassadeq war Mitglied der sogenannten Hamburger Zelle um den Todespiloten Mohammed Atta, der eines der Flugzeuge in das New Yorker World Trade Center gesteuert hatte. Zuvor hatte die „Bild“-Zeitung über das Wiedereinreiseverbot berichtet.

Von RND/dpa