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Politik Suu Kyi will Flüchtlinge aus Bangladesch zurückbringen
Nachrichten Politik Suu Kyi will Flüchtlinge aus Bangladesch zurückbringen
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07:37 19.09.2017
Regierungschefin Suu Kyi behauptet, mehr als die Hälfte aller Rohingya-Dörfer sei nicht durch Gewalt in Mitleidenschaft gezogen worden. Quelle: AP
Naypyidaw

Die Regierung in Myanmar ist bereit, die nach Bangladesch geflüchteten Rohingya wieder aufzunehmen. Das sagte Myanmars Regierungschefin Aung San Suu Kyi bei einer Rede in der Hauptstadt Naypiydaw am Dienstag. Die Friedensnobelpreisträgerin lud ausländische Diplomaten ein, die Unruhe-Provinz Rakhine zu besuchen, um sich über die dortige Lage zu informieren.

Nach Ansicht der myanmarischen Regierungschefin sind die meisten Dörfer der muslimischen Minderheit der Rohingya nicht von Gewalt betroffen. Sie lade Diplomaten ein, sich die Situation vor Ort anzuschauen, sagte Aung San Suu Kyi am Dienstag bei einer Ansprache. Es sei wichtig, zu verstehen, warum der Konflikt mit den Rohingya nicht überall ausgebrochen sei, betonte die Friedensnobelpreisträgerin vor ausländischen Diplomaten in Naypyitaw.

Konkret sagte Suu Kyi, „mehr als die Hälfte“ aller Rohingya-Dörfer sei nicht durch Gewalt in Mitleidenschaft gezogen worden. An die Diplomaten gewandt sagte sie, diese sollten gemeinsam mit der Regierung lernen, warum die Menschen sich in diesen bestimmten Regionen „nicht an den Hals“ gegangen seien.

Das Land solle im Ganzen beurteilt werden, und nicht lediglich aufgrund der Situation im Staat Rakhine, sagte sie zudem und bekräftigte, die Regierung wolle eine Lösung für die Lage dort finden. Außerdem arbeite sie an den Beziehungen zu Bangladesch. Sie beteuerte, der Friedensprozess im Land werde mit Schwierigkeiten fortgesetzt - ihre Regierung wolle Frieden und Harmonie.

Am 25. August hatten Rohingya-Rebellen in Rakhine Polizei- und Militärposten angegriffen, worauf die Armee nach eigenen Angaben mit einer „Räumungsoperation“ reagierte. Flüchtlinge erzählten, dass Soldaten und Mobs ihre Dörfer niedergebrannt und wahllos Menschen erschossen hätten. Menschenrechtsorganisationen und der UN-Hochkommissar für Menschenrechte, Said Raad al-Hussein, warfen Myanmar eine ethnische Säuberung vor. Die Rohingya sind staatenlos, seit ihnen das damalige Birma 1982 die Staatsbürgerschaft entzog.

Von dpa/ap/RND

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