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Politik Starke Wählerwanderung – nur AfD ohne Verluste
Nachrichten Politik Starke Wählerwanderung – nur AfD ohne Verluste
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13:09 25.09.2017
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Berlin

Der klassische Stammwähler scheint auszusterben. Die Bewegungen zwischen den Parteien werden immer stärker. Union und SPD verlieren beide massiv an die AfD – die im Gegenzug, anders als alle anderen in den 19. Bundestag gewählten Parteien, ausschließlich gewinnt. Wo welche Wähler hingewandert sind, können Sie in unseren Grafiken nachvollziehen.

Als Regierungsfraktion verliert die Union vor allem an die Liberalen von der FDP. Weit über eine Millionen Wähler haben dieses Mal ihr Kreuz bei den Gelben gesetzt. Dies kann durchaus taktische Gründe gehabt haben. Da eine Koalition aus schwarz/gelb zu den klassischen Konstellationen in Deutschland zählt, haben einige Stammwähler der Union dieses Mal auf die FDP gesetzt. Um die AfD als drittstärkste Kraft zu verhindern?

 

 

 

Die SPD verliert als einzige Partei an alle anderen Parteien, die in den 19. Bundestag einziehen. Lediglich bei den ehemaligen Nichtwähler konnte die Partei um Kanzlerkandidat Schulz punkten.

 

 

 

Zustimmung bekamen die Grünen vor allem durch ehemalige SPD-Wähler. Hier erfuhren sie den stärksten Zuwachs. Auch die Nichtwähler konnten mobilisiert werden.

 

 

 

Mit einem Gesamtplus geht die Linke aus der Bundestagswahl. Auffällig: Der stärkste Zuwachs kommt auch hier von der SPD. Massiv verloren wurde aber auch an die AfD. 400.000 Wähler, die 2013 noch links kreuzten, kreuzten am Sonntag rechts.

 

 

 

Die FDP gehört zweifelsohne zu den Gewinnern der Bundestagswahl. Ausschließlich an die AfD wurden 40.000 Stimmen im Vergleich zu 2013 abgegeben – ansonsten wurde nur gewonnen. Vor allem die Union aus CDU/CSU musste eine erhebliche Anzahl an Stimmen an die Liberalen abgeben. Auch bei den Nichtwählern konnte man landen.

 

 

 

Gewinne, Gewinne, Gewinne. Schaut man sich die Wählerwanderung der AfD an wird klar: Die "Alternative" hat bei allen Parteien Wähler abgezogen. Am stärksten verloren hat dadurch die Union. Entscheidenden Einfluss haben aber die ehemailgen Nichtwähler. 1,2 Millionen von ihnen konnte man von der AfD überzeugen. Auch die so genannten "Anderen", die kleinen Parteien, die sich verlässlich unter der Fünf-Prozent-Hürde bewegen, haben an die AfD verloren.

 

Von fw/RND

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