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Politik „Spiegel“: E-Mails belasten frühere Bremer Bamf-Chefin
Nachrichten Politik „Spiegel“: E-Mails belasten frühere Bremer Bamf-Chefin
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15:09 22.06.2018
Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (Bamf): Der Druck auf die ehemalige Leiterin der Bremer Außenstelle wächst. Quelle: dpa
Bremen

In der Affäre um das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (Bamf) hat die Polizei nach Angaben des Nachrichtenmagazins „Der Spiegel“ E-Mails gesichert, die die frühere Leiterin der Bremer Bamf-Außenstelle belasten. Die Korrespondenz enthalte Anhaltspunkte, dass Ulrike B. mit zwei ebenfalls beschuldigen Anwälten zusammengewirkt habe, um möglichst vielen Antragstellern schnell zu einem positiven Bescheid zu verhelfen – unabhängig davon, ob deren Angaben wahr und vollständig seien.

In einer E-Mail vom Oktober 2014 soll B. laut „Spiegel“ gegenüber einem der Anwälte offen eingeräumt haben, „das System“ zu betrügen, um syrischen Antragstellern den Aufenthalt in Deutschland zu sichern. Die Bremer Staatsanwaltschaft wollte sich mit Blick auf die laufenden Ermittlungen am Freitag nicht äußern. Die Ermittler prüfen in dem Fall Vorwürfe, wonach Ulrike B. für mehr als 1200 zu Unrecht positiv entschiedene Asylverfahren verantwortlich sein soll. Der Anwalt der Ex-Außenstellen-Leiterin weist die Vorwürfe gegen seine Mandantin zurück.

Von RND/dpa