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Nachrichten Politik So reagiert die Welt auf den Terror in Spanien
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10:34 18.08.2017
Die Nachricht von dem Angriff in Barcelona löste weltweites Entsetzen aus. Quelle: dpa
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Barcelona

Mit Abscheu und Entsetzen, aber auch Solidarität und Hilfsangeboten hat die internationale Gemeinschaft auf den Terroranschlag in Barcelona reagiert. Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) übermittelte der spanischen Regierung ihr Beileid. Deutschland sei dem spanischen Volk in dieser schweren Stunde eng verbunden.

Bundesaußenminister Sigmar Gabriel (SPD) erklärte in Berlin: „Ich bin tief erschüttert über die Nachrichten aus Barcelona. Unser Mitgefühl ist mit den Opfern und ihren Freunden und Angehörigen.“ Und weiter: „Wir stehen in diesem schweren Moment ganz fest an der Seite unserer spanischen Freunde. Wir stehen zusammen, wir werden uns nicht dem Terrorismus beugen, er wird uns nicht entzweien.“

Auch die britische Premierministerin Theresa May bekräftigte, ihr Land stehe mit Spanien gegen den Terror zusammen. EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker sagte, er habe die Nachricht mit großem Schmerz vernommen. Aber: „Wir werden uns niemals von Barbarei einschüchtern lassen.“

US-Präsident Donald Trump bot jedwede benötigte Hilfe an und rief die Spanier auf: „Seid hart & stark, wir lieben euch.“ Kurz darauf versendete der US-Präsident einen antimuslimischen Tweet, der weltweit für EMpörung sorgt.

Mitgefühl von terrorgebeutelten Nachbarn

Gerade von europäischen Nachbarn, die in jüngster Zeit selbst unfassbare Terrorangriffe erlebten, wurde große Betroffenheit und Mitgefühl zum Ausdruck gebracht. So twitterte der französische Präsident Emmanuel Macron, er sei mit all seinen Gedanken und Frankreichs Solidarität bei den Opfern des tragischen Angriffs in Barcelona. „Wir bleiben vereinigt und entschlossen“, betonte er. Nizzas Bürgermeister Christian Estrosi kündigte eine besondere Gedenkveranstaltung für Freitag an. Die Pariser Bürgermeisterin Anne Hidalgo drückte ihre „Trauer und Empörung“ aus.

Das spanische Königshaus verurteilte die Bluttat scharf. „Das sind Mörder, einfach Kriminelle, die uns nicht terrorisieren werden“, schrieb der Palast am Donnerstagabend auf Twitter. Zugleich drückte der Hof seine Solidarität aus: „Ganz Spanien ist Barcelona. Die Ramblas werden wieder für alle da sein“.

In Deutschland sprach SPD-Kanzlerkandidat Martin Schulz von einem „feigen Anschlag auf unsere Werte“. Innenminister Thomas de Maizière (CDU) sagte nach Angaben seines Ministeriums: „Erneut hat der Terror seine hässliche Fratze gezeigt.“

Der muslimische Ahmadiyya-Verband in Deutschland hat die Terrorattacke gleichermaßen verurteilt. „Der Anschlag auf Unschuldige, darunter Frauen und Kinder, schockiert uns alle. Unsere Gedanken und Gebete sind bei den Verletzten und den Hinterbliebenen des Opfers“, hieß es in einer Stellungnahme von Donnerstagabend.

Vatikansprecher Greg Burke sagte, Papst Franziskus bete für die Opfer und verfolge die Entwicklungen mit großer Anteilnahme.

Betroffen sind auch Fußballprofis und Spitzenvereine

Auch die Sportwelt meldete sich zu Wort. „Tief traurig über den Anschlag auf unsere Stadt. All unsere Gedanken sind bei den Opfern, ihren Familien und den Menschen in Barcelona“, twitterte der FC Barcelona am Donnerstagabend. Der argentinische Superstar Lionel Messi schrieb bei Instagram: Ein „schrecklicher Angriff auf unser geliebtes Barcelona“.

Spaniens Fußballmeister Real Madrid äußerte in dem Kurznachrichtendienst Twitter seine „tiefe Trauer“. Real-Profi Cristiano Ronaldo schrieb: „Bin bestürzt über die Nachrichten, die aus Barcelona kommen. Alle Unterstützung und Solidarität den Familien und Freunden der Opfer!“ Der spanische Liga-Verband kündigte an, am Wochenende werde es bei allen Spielen der ersten, zweiten und dritten spanischen Profi-Ligen eine Schweigeminute für die Opfer des Anschlags geben.

Der spanische Tennis-Weltranglisten-Erste Rafael Nadal äußerte sich ebenfalls tief betroffen: „Bin am Boden zerstört über das, was in Barcelona passierte! All meine Unterstützung den betroffenen Familien und der Stadt.“

Manchester City, der Verein des früheren Barcelona- und Bayern-Trainers Pep Guardiola, zeigte sich ebenfalls bestürzt und gedachte der Opfer und Rettungskräfte.

Der französische Top-Club Paris Saint-Germain, der vor wenigen Tagen den Brasilianer Neymar für 222 Millionen Euro vom FC Barcelona verpflichtet hatte, schrieb von einem „tragischen Tag“.

Von RND/ap/dpa

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