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Nachrichten Politik Seehofer plant Treffen mit Trump
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13:37 11.02.2017
Bayerns Ministerpräsident Horst Seehofer will sich in den USA mit Donald Trump treffen. Quelle: imago
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München

Bayerns Ministerpräsident Horst Seehofer (CSU) plant nach einem Medienbericht ein Treffen mit US-Präsident Donald Trump. Wie der „Spiegel“ unter Berufung auf Regierungskreise in München meldet, laufen dazu in der Staatskanzlei bereits Sondierungen. Angeblich versuche parallel auch ein Unternehmer mit Kontakten zu Trump, ein Treffen im Weißen Haus zu organisieren.

Seehofer für Lockerung von Russlandsanktionen

Eine Sprecherin der Münchner Staatskanzlei sagte dazu am Samstag der Deutschen Presse-Agentur, es sei bekannt, dass der Ministerpräsident bestrebt sei, den Gesprächsfaden zu den großen internationalen Partnern nicht abreißen zu lassen. Sie verwies darauf, dass Seehofer im März auch den russischen Präsidenten Wladimir Putin in Moskau treffen will. Zu einer möglichen Begegnung mit Trump sagte sie, die Staatskanzlei werde sich dazu erst äußern, wenn es konkrete Termine geben sollte.

Seehofer hatte sich vor wenigen Tagen lobend über das Arbeitstempo des neuen US-Präsidenten geäußert, später aber auch das von Trump verhängte Einreiseverbot für viele Muslime kritisiert.

Im Februar 2016 hatte Seehofer auf einer Moskau-Reise für eine Lockerung der westlichen Sanktionen gegen Russland geworben. Sein damaliges Treffen mit Putin in der Hoch-Zeit der Flüchtlingskrise war allgemein als Affront gegenüber Kanzlerin Angela Merkel (CDU) aufgefasst worden.

SPD: Deutschland brauche keinen „Neben-Außenminister“

Der Chef der SPD-Landtagsfraktion, Markus Rinderspacher, ließ kein gutes Haar an Seehofers Reiseplänen: „Seit acht Jahren ist Herr Seehofer Ministerpräsident in Bayern und hat nicht das geringste - ich betone: nicht das geringste! – Interesse an den transatlantischen Beziehungen erkennen lassen. Nun will er auf einer Trump-Publicity-Welle surfen, nach dem Motto: dabei sein ist alles, wenn es um die großen Überschriften geht“, sagte Rinderspacher laut Mitteilung. Deutschland brauche keinen „Neben-Außenminister“, der nicht wisse, was er tue.

Von RND/dpa

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