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Politik Seehofer bietet Rückzug als CSU-Chef an
Nachrichten Politik Seehofer bietet Rückzug als CSU-Chef an
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16:58 24.10.2016
CSU-Chef Horst Seehofer will seine Partei nicht in den Bundestagswahlkampf 2017 führen. Quelle: dpa
München

CSU-Chef Horst Seehofer hat erstmals öffentlich signalisiert, dass er bayerischer Ministerpräsident bleiben und nach der Bundestagswahl nicht nach Berlin wechseln möchte. „Ich wäre bereit, mein Amt als Parteivorsitzender nächstes Jahr zur Verfügung zu stellen, um unsere personelle Basis zu verbreitern und in Berlin ein Stück weit mehr Durchschlagskraft zu bekommen“, sagte er am Montag bei einer Aufzeichnung der ZDF-Sendung „Was nun Herr Seehofer?“ in München.

Der als möglicher Kandidat für einen solchen Wechsel gehandelte Finanzminister Markus Söder (CSU) lehnt einen solchen Schritt aber ab. Er will Ministerpräsident werden.

„Ich möchte einen Generationenwechsel“

Seehofer amtiert sei 2008 als CSU-Chef und Ministerpräsident. Er strebt eine Trennung der beiden Ämter an. Der CSU-Vorsitzende gehört für ihn in die Bundesregierung nach Berlin.

Der 67-Jährige betonte, er gehe nun auf die 70 zu. Deshalb wolle er eine Erneuerung seiner Partei. „Ich möchte einen organischen Generationenwechsel“, sagte Seehofer.

Seehofer betonte, er selbst strebe die Spitzenkandidatur nicht an, mit einer Einschränkung: „Ich kann aber auch nicht völlig ausschließen, wenn mir das Bilden einer guten Mannschaft nicht gelingen sollte, das hängt ja ab von der Bereitschaft anderer Persönlichkeiten, das dann die Frage doch noch mal auf mich zukommen kann.“

Seehofer über Rückkehr zu Guttenbergs

Dagegen schloss Seehofer aber aus, sein Amt als Ministerpräsident vor dem Ende der Legislatur im Herbst 2018 aufgeben zu wollen. „Dann müsste schon der Himmel über Bayern zusammenbrechen“, sagte Seehofer. Seehofer hatte die Debatte um die Trennung der CSU-Führungsämter bereits vor Wochen angestoßen und gefordert, dass der CSU-Chef künftig in Berlin am Kabinettstisch sitzen müsse.

Zu einer möglichen Rückkehr des nach wie vor in der Bevölkerung als beliebt geltenden früheren Verteidigungsministers Karl-Theodor zu Guttenberg in die deutsche Politik äußerte sich Seehofer zurückhaltend. Dies sei zwar immer ein Thema. Guttenberg sei aber etabliert in seinem neuen Lebensbereich in den USA. „Ich rechne in absehbarer Zeit nicht damit, dass er ja sagt.“

Von dpa/afp/RND

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