Menü
Dresdner Neueste Nachrichten | Ihre Zeitung aus Dresden
Anmelden
Politik Schweigende Mehrheit lässt Clinton hängen
Nachrichten Politik Schweigende Mehrheit lässt Clinton hängen
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
06:30 09.11.2016
Schockierte Clinton-Anhänger bei der Wahlparty in New York. Quelle: GETTY IMAGES NORTH AMERICA
Anzeige
Washington

Der amerikanische Wahlkrimi ist noch immer nicht beendet. Fassungslos blicken die Demokraten auf die Ergebnisse, die wesentlich schlechter ausfallen als erwartet. Florida, North Carolina und Ohio - die sicher geglaubten „Swing States“ haben sich mehrheitlich für Donald Trump entschieden.

Nach der bislang sechsstündigen Auszählung steht fest: Die Frauen und die Gewerkschaftsmitglieder haben sich nicht mit breiter Mehrheit hinter die Favoritin gestellt. Selbst wenn Hillary Clinton die Präsidentschaftswahl auf den letzten Metern gewinnen sollte, stünde sie vor einer großen Herausforderung: Obwohl ihr Gegenkandidat von einem Skandal zum nächsten stolperte, konnte die 69-Jährige ihre Landsleute letztlich nicht überzeugen.

Die Strategen der Clinton-Wahlkampfmaschine waren sich sicher, dass ihre Kandidatin allein schon durch die demografische Entwicklung ins Amt getragen wird. Doch was helfen schweigende Mehrheiten, wenn die Bürger am Wahltag daheim bleiben? Dank der stark wachsende Gruppe der „Hispanics“ hätte Clinton in Staaten wie Florida und North Carolina eigentlich ein leichtes Spiel gehabt. Nun aber zeigt sich wie durchschlagskräftig eine politische Bewegung sein kann, die seit Monaten hoch motiviert ist und sich von den Eskapaden ihres „Front Runners“ nicht beeindrucken lässt.

Sicherlich hat es Trump in den vergangenen Monaten verstanden, richtige Fragen zu stellen und auf die wirtschaftliche Schieflage von früheren Industriearbeitern hinzuweisen. Dass die Anhänger des politischen Quereinsteigers aber gar keine seriösen Antworten erwarten, ist erschütternd.

Von Stefan Koch

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Bundesinnenminister Thomas de Maizière will mehr Videoüberwachung auch an privaten, aber öffentlich zugänglichen Plätzen erlauben. SPD und Datenschützer lehnen jedoch mehr Kameras in Einkaufszentren, Bussen und Bahnen ab.

09.11.2016
Politik Grünen-Chefin Simone Peter - „Opposition ist auch eine Option“

Die Grünen-Bundesvorsitzende Simone Peter will ihre Partei nach der Bundestagswahl 2017 nicht um jeden Preis in die Regierung führen.

09.11.2016

Einige Bundesstaaten sind besonders hart umkämpft – in diesen Swing-Staates wird sich wohl die US-Wahl entscheiden. Warum gerade Ohio, Florida oder Pennsylvania zum Zünglein an der Waage werden könnten, erfahren Sie hier.

08.11.2016
Anzeige