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Politik SPD stürzt in Umfrage auf Rekordtief ab
Nachrichten Politik SPD stürzt in Umfrage auf Rekordtief ab
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17:28 21.01.2018
Die Zukunft des SPD-Vorsitzenden Martin Schulz entscheidet sich am Sonntag auf dem Parteitag der Genossen in Bonn. Quelle: dpa
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Berlin

Vor dem SPD-Sonderparteitag zu Verhandlungen über eine große Koalition sind die Sozialdemokraten in der Wählergunst auf ein neues Umfragetief gesunken. Wenn am nächsten Sonntag gewählt würde, käme die CDU/CSU auf 33 Prozent (plus 1 im Vergleich zu Anfang Dezember) und die SPD nur noch auf 20 Prozent (minus 3), wie am Freitag aus dem ZDF-„Politbarometer“ hervorging. Die AfD erreichte demnach 12 Prozent (unverändert), die FDP 8 Prozent (unverändert), die Linke 10 Prozent (plus 1); die Grünen erhielten 12 Prozent (unverändert).

Die Werte für die SPD seien vor dem Hintergrund einer durchwachsenen Bewertung der in den Sondierungsgesprächen mit der CDU und CSU erreichten Ergebnisse zu sehen, heißt es. Insgesamt finden diese Ergebnisse 38 Prozent der Befragten gut und 41 Prozent nicht gut. Lediglich die Anhänger der CDU/CSU halten diese mehrheitlich für gut (57 Prozent zu 23 Prozent). Bei den SPD-Anhängern sind die Meinungen eher geteilt (41 Prozent zu 46 Prozent). Nach Meinung der Befragten tragen die Ergebnisse eher die Handschrift der CDU als die der SPD.

Schulz appelliert an die Parteibasis

Parteichef Martin Schulz hat bei den Mitgliedern noch einmal eindringlich für die Aufnahme von Koalitionsverhandlungen geworben. Schulz wandte sich am Freitag in einem Rundschreiben per Mail an die SPD-Mitglieder. Dies liegt der Deutschen Presse-Agentur vor. Der Parteivorsitzende mahnt darin, die Entscheidung beim Bundesparteitag am Sonntag in Bonn sei „von enormer Bedeutung für die Zukunft in Deutschland (...), in ganz Europa - und für die SPD“. Er betonte: „Ich selbst bin überzeugt, dass es sich lohnt, mit CDU und CSU Koalitionsverhandlungen aufzunehmen.“

Die SPD habe in den Sondierungen mit der Union viel erreicht, für Eltern und ihre Kinder, für Arbeitnehmer und das Leben in der Stadt und auf dem Land. Die Wähler hätten einen Anspruch auf ein besseres Leben. „Einlösen können wir ihn aber nur, wenn wir gemeinsam Verantwortung übernehmen.“ Es gehe darum, das Land moderner zu machen und einen Aufbruch in Europa einzuleiten.

Viele Wähler befürworten eine Regierung von Union und SPD

Unabhängig von der recht kritischen Sicht der Sondierungsergebnisse stößt die große Koalition in der Gesamtbevölkerung laut Umfrage eher auf Wohlwollen: 45 Prozent fänden eine gemeinsame Regierung von CDU/CSU und SPD gut, 17 Prozent wäre das egal und 36 Prozent fänden sie schlecht. Klare Mehrheiten der Anhänger von CDU/CSU (gut: 68 Prozent; schlecht: 17 Prozent) und der SPD (gut: 57 Prozent; schlecht: 29 Prozent) befürworten die GroKo.

Von dpa/RND

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