Menü
Dresdner Neueste Nachrichten | Ihre Zeitung aus Dresden
Anmelden
Politik SPD-Mann rettet AfD-Mitarbeiter: „Ich habe gleich gesehen, wie dramatisch das war“
Nachrichten Politik SPD-Mann rettet AfD-Mitarbeiter: „Ich habe gleich gesehen, wie dramatisch das war“
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
18:44 01.11.2018
Der SPD-Landtagsabgeordnete Serdar Yüksel. Quelle: Serdar Yüksel/dpa
Düsseldorf

In der Sitzung des Gesundheitsausschusses in Düsseldorf ist am Mittwoch ein Mitarbeiter der AfD-Fraktion zusammengebrochen. Gerettet wurde er von Serdan Yüksel, SPD-Politiker mit türkischen Wurzeln. Yüksel, der nach eigenen Angaben ausgebildeter Intensiv-Krankenpfleger ist, habe einen Herzstillstand bei dem wissenschaftlichen Mitarbeiter festgestellt und daraufhin erfolgreich eine Herzdruck-Massage vorgenommen.

Für Yüksel eine Selbstverständlichkeit: „Da hilft man einfach spontan“, sagte er im Gespräch mit der „Westdeutschen Allgemeinen Zeitung“, die zuerst über den Vorfall berichtet hatte. „Die Ausschusssitzung hatte um 14.30 Uhr begonnen, wir waren gerade bei Tagesordnungspunkt 10. Da stand der AfD-Mitarbeiter plötzlich auf, ging ungefähr drei Meter und brach dann wie ausgeknipst zusammen“, schilderte der SPD-Abgeordnete den Vorfall in der „Bild“-Zeitung. Der „Welt“ sagte er: „Ich habe gleich gesehen, wie dramatisch das war.“

Gemeinsam mit der FDP-Abgeordneten Susanne Schneider hätten sie dann die lebensrettenden Maßnahmen durchgeführt. „Es ist eine Selbstverständlichkeit, einem Menschen in Not zu helfen“, fügt er hinzu. „Das hätte ich auch für jeden anderen gemacht.“ Und auch AfD-Fraktionschef Markus Werner sagte der “Bild“: „In solchen Situationen spielen politische Positionen oder ideologische Meinungsverschiedenheiten einfach keine Rolle mehr.“

Von RND/das

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Die Verteidigungsministerin als Merkel-Nachfolgerin? Die Sache hat sich erledigt.

01.11.2018

Frank-Walter Steinmeier reist in eine Stadt, die tief gespalten ist. Auf der einen Seite herrscht Frust über Flüchtlinge, auf der anderen die Sorge um friedliches Miteinander. In seiner Rede findet der Präsident mahnende Worte. Jedoch ohne Tatsachen klar zu benennen.

01.11.2018

Wenige Tage nach der Bekanntgabe ihres Rückzugs vom CDU-Parteivorsitz reist Merkel in die Ukraine. Ausgerechnet in jenes Land, das wie kaum ein anderes Merkels außenpolitisches Vermächtnis prägen dürfte. Was sie dort zum Minsker Abkommen sagt, klingt fast ein bisschen flehentlich.

01.11.2018